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Die Arbeit des Kapitels am Samstag war der Vereinigung des Katholischen Apostolats gewidmet. Die Heilige Messe wurde von P. Jacob Nampudakam SAC, Generaloberer, gefeiert. In seiner Predigt betonte er, dass Gott der Gott des Lebens ist. In Anlehnung an Papst Franziskus sagte er, dass die Wahrheit Gottes, der der Herr der Geschichte ist, unsere Aufgabe offenbart, die darin besteht, mit Dankbarkeit auf die Vergangenheit zu schauen, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben und mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Unsere Hoffnung ist in der Auferstehung Christi verwurzelt und wird durch sie ermöglicht. „Wählt also in eurem Kapitel,“ sagte Pater Jacob, „Leben und Segen, denn der Gott, dem ihr euer Leben anvertraut habt, ist der Herr des Lebens!"

Das Podium am Vormittag bestand aus fünf geladenen Gästen: P. Alexandre Awi Mello I.Sch, vom Dikasterium für die Laien, die Familien und das Leben; P. Jacob Nampudakam SAC, Generaloberer; P. Denilson Geraldo SAC, Generalrat und Direktor des Pallotti-Instituts; Sr. Ivete Garlet CSAC, Generaloberin; und Frau Donatela Acerbi, Präsidentin der UAC.

P. Alexandre stellte dar, was die Kirche heute von der Unio erwartet. Nach der Lehre von Papst Franziskus stellt die Kirche die Unio vor zwei Herausforderungen: die missionarische Identität wiederzuentdecken und zu vertiefen, und die Synodalität zu leben. Die Wiederentdeckung unserer eigenen Identität als getaufte Menschen geht Hand in Hand mit der Zusammenarbeit. Wir sind eingeladen, auf Gott und aufeinander zu hören und gemeinsam die Mission Christi fortzusetzen.

P. Jacob sprach über die Unio im Lichte seiner Aufgabe als Garant des Charismas und als kirchlicher Assistent der Vereinigung, was - laut Statuten - die Aufgabe jedes Generaloberen der Pallottiner ist. Er beschrieb, was es bedeutet, das Erbe des Charismas des heiligen Vinzenz Pallotti treu zu hüten und zu bewahren und gleichzeitig auf die Zeichen der Zeit zu hören.

Pater Denilson sprach das Thema der Unio im Zusammenhang mit ihren Statuten an. Diese Statuten sind ein Geschenk der Kirche an uns, das zeigt, dass die Kirche Vertrauen in uns hat, und gleichzeitig sind sie ein Auftrag zum Handeln. Er wies darauf hin, dass die Kirche von ihrem Wesen her synodal ist; dieser synodale Charakter findet seinen Ausdruck in den Apostolaten der Kirche. Die Unio geht den gleichen Weg und engagiert sich in apostolischen Aktivitäten als Antwort auf die Bedürfnisse unserer Zeit. Nach der „pallottinischen Anthropologie“ ist jeder Mensch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen, und kraft dieser Ebenbildlichkeit und der Taufe ist jeder eingeladen, das Evangelium zu verkünden.

Sr. Ivete sprach über die Unio im Zusammenhang mit dem Prozess der Entscheidungsfindung über die Wiedervereinigung unserer beiden Kongregationen. Sie gab einen kurzen Überblick über die Geschichte unserer Kongregationen und sprach über deren Rolle in der Unio. Der Prozess der Prüfung der Möglichkeit einer Wiedervereinigung ist ein prophetisches Zeichen der Gemeinschaft und Einheit für die Unio, eine Inspiration des Heiligen Geistes.

Frau Donatella Acerbi sprach zu uns aus der Perspektive ihrer Rolle als Präsidentin der UAC. Sie betonte, dass die Unio, die Priester, gottgeweihte Männer und Frauen und Laien in der pallottinischen Spiritualität vereint, eine einzige charismatische Familie ist. Alle Mitglieder, Pallottiner/Pallottinerinnen und andere, sind aufgerufen, untereinander Einheit zu schaffen, um auf die Bedürfnisse der Kirche und der Welt zu antworten, entsprechend dem Charisma der Unio. Die zentrale Frage ist, wie wir gemeinsam leben und handeln müssen, damit wir Jesus, dem Apostel des Ewigen Vaters, fruchtbar folgen und das Evangelium verkünden können.

In der Nachmittagssitzung präsentierte Sr. Liberata Niyongira SAC, Generalrätin und Mitglied des Generalsekretariats der Unio, einen Bericht über unser Engagement im Leben der Unio in den Jahren 2016-2021. Unsere Schwestern waren im geistlichen Bereich aktiv, sie haben an den Sitzungen des Generalrates der UAC und an den Kommissionen für Ausbildung, Finanzen und Mission auf internationaler Ebene teilgenommen; sie haben sich mit lokalen Gemeinschaften der Unio in verschiedenen Ländern getroffen und an Symposien und nationalen Kongressen der Unio teilgenommen.

Mit Blick auf den morgigen freien Sonntag ermutigte P. Martin die Kapitularinnen, die Tatsache, dass wir in Rom sind, zu nutzen und einige Orte zu besuchen, die unserem Gründer, dem heiligen Vinzenz Pallotti, besonders wichtig waren. Auf diese Weise könnten die Schwestern Entspannung und Erholung nach dieser arbeitsreichen Woche mit geistlicher Inspiration verbinden, die in diesem Kapitel und darüber hinaus Früchte tragen wird.

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)