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Sr. Rebecca Joseph Ndiuni, Missionspallottinerin, ist unsere erste Mitschwester vom Stamm der Maasai, einer Gesellschaft, die für die Bewahrung ihrer Kultur und Traditionen bekannt ist. Nach ihren Bräuchen müssen Frauen heiraten, so viele Kinder wie möglich gebären, für die Familie und das Vieh sorgen. Von Geburt an zahlt die Familie eines zukünftigen Ehemannes für ein Mädchen die Mitgift, und Männer dürfen viele Ehefrauen haben. Rebecca war von dieser Tradition nicht ausgenommen, denn ihr Volk ist von Generation zu Generation typisch Massai. Sie stammt aus einer großen Familie; ihr Vater hat 4 Frauen und 23 Kinder, darunter auch Rebecca.

Als sie fast 11 Jahre alt war, lief Rebecca von zu Hause weg und landete durch Gottes Gnade in den sicheren Händen der Schwestern von St. Gemma Galgani, die ihr halfen, ihre Grundschulausbildung bis zur Sekundarstufe fortzusetzen. Als sie bei den Schwestern war, fühlte sie sich langsam zum Ordensleben hingezogen. Während sie darüber nachdachte, in die Kongregation einzutreten, stieß sie auf unsere Schwester Dorothea. Nur ein Blick und das war der Beginn ihres Weges zu den Missionspallottinerinnen. Wir sind jedoch der Pfarrschwester dankbar, die sich um sie kümmerte und sie unterstützte, während sie viele schwierige Situationen überwinden musste. Rebecca blieb 10 Jahre lang von zu Hause weg.

Sr. Rebeca legte zusammen mit vier anderen Schwestern am 7. Dezember 2020 im Internationalen Noviziat in Poli Singisi, Arusha Tansania, ihre Erste Profess als Missionspallottinerin ab. Der Pfingstsonntag, der 23. Mai, war ein sehr bedeutender, unvergesslicher Tag für die Maasai von Kiteto, denn zum ersten Mal kam ihre Tochter Rebecca in ihre Heimat, bekleidet mit dem Ordenshabit und begleitet von einer großen Anzahl von Schwestern, die gekommen waren, um Gott mit ihr für das Geschenk der Berufung und den Mut, dem Ruf Gottes zu folgen, zu danken. Der Heiligen Messe stand Pater Oleserian vor, ein Maasai-Priester, der ein Verwandter von Sr. Rebecca ist. Priester aus ihrer Gemeinde und andere, die aus anderen Orten angereist waren, waren Konzelebranten.

Diese Messe wurde in einer großen Kirche in einer Außenstation abgehalten. Eine große Menschenmenge nahm daran teil, weil es das Pfingstfest war, aber auch, weil viele neugierig waren, Schwester Rebecca zu sehen, die aus ihrem eigenen Stamm stammt. Es war ihre erste Erfahrung mit einem solchen Ereignis, ein großes Wiedersehen mit großer Wirkung! Chöre aus verschiedenen Außenstationen belebten die Liturgie und machten sie zu einer sehr bunten und freudigen Feier. Nach der Messe hatte Sr. Rebecca die Gelegenheit, zu ihrer Familie und allen Anwesenden zu sprechen, indem sie kurz die Geschichte ihres Weges erzählte und dabei ihre Freude zum Ausdruck brachte, Gott im Ordensleben zu dienen. Rebeccas Vater und Großvater waren überglücklich. Sie segneten ihre Tochter und sagten, dass sie von nun an keinem ihrer Kinder die Berufung ihrer Wahl verweigern werden. Sr. Rebecca wurden die traditionellen Geschenke überreicht: vier Kühe, zwei Ziegen und zwei Schafe.

Für das Fest wurden drei Stiere und mehrere Ziegen geschlachtet. Alle, die teilnahmen, hatten mehr als genug zu essen. Wir sind allen sehr dankbar, die Sr. Rebecca unterstützt und sie auf ihrem Glaubensweg zum Ordensleben begleitet haben. Möge Gott sie segnen und belohnen! Gottes Wege sind nicht unsere Wege! Wir loben und danken Ihm für alle seine Segnungen

Sr. Basilisa Jacob SAC

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)