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Vom 14. Februar bis 12. März 2019 hielt Generalvikarin Sr. Josephine D´Sousa SAC, begleitet von mir, Sr. Maria Landsberger, die offizielle Visitation bei unseren Gemeinschaften in Codó und Timbiras in Maranhão, einem der armen Staaten im brasilianischen Nordosten. Diese Mission der deutschen Provinz begann 1980; heute sind dort 6 Schwestern und zwei Novizinnen, alle Brasilianerinnen.

Wir wurden am Flughafen Teresina von der Missionsbeauftragten, Sr. Maria Avaní Sousa da Silva SAC, Novizin Joliane und P. Diogo SAC herzlich empfangen. In der ersten Woche besuchten wir die Schwestern in der kleinen Stadt Timbiras, wo das erste Missionshaus, 1981/2 von den deutschen Pionierschwestern gebaut, sehr schön renoviert worden war. Wir haben ihre Arbeitsplätze gesehen: Schulen und das Gesundheitszentrum; wir haben den Pfarrer getroffen und die zu den Kapellen gehörenden Gemeinden, bei denen die Schwestern sich pastoral engagieren. Von Timbiras aus besuchten wir den Bischof von Coroatá, Dom Sebastiao Bandeira Coelho, der in großer Einfachheit und Brüderlichkeit seine Zeit mit uns teilte, uns die Kathedrale zeigte, uns zum Mittagessen einlud und mit uns zu den deutschen Solanusschwestern fuhr.

Wir setzten die Visitation in Codó, einer grossen Stadt, 30 Minuten von Timbiras entfernt, fort, wo drei Schwestern und zwei Novizinnen in der Gemeinschaft Santa Terezinha leben. Die Schwestern kooperieren in zwei großen pallottinischen Pfarreien, die beide an gegenüberliegenden Rändern der Stadt liegen. Die pallottinischen Schwestern waren die pastoralen Wegbereiterinnen in diesen Bereichen, 10 Jahre bevor die Pallottiner kamen. Sie arbeiten in der Koordination der Pfarrkatechese, der Familienpastoral und geben biblisch-liturgische Formation in den Basisgemeinden auf dem Land. Wir haben auch ihre Arbeit in mehreren sozialen Projekten miterlebt - überall wurden wir mit viel Freude und vielen "abraços" von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen begrüßt. Der geschwisterliche Geist zwischen Priestern, Schwestern und engagierten Laien der Vereinigung des Katholischen Apostolates ist dort sehr spürbar.

Nachdem wir die Gemeinschaften verlassen hatten, reisten wir am 8. März nach Teresina, der Hauptstadt des Staates Piauí (etwa 2 Stunden von Codó entfernt)weiter, um das "Pallottinische Sozialzentrum" zu besuchen, wo Laien die Arbeit der Schwestern mit gefährdeten Jugendlichen am Stadtrand fortsetzen. Sr. Avani begleitet diese Arbeit immer noch durch regelmäßige Besuche. In Teresina trafen wir, wie in jeder der Pfarreien, die wir besucht hatten, eine Unio-Gruppe - unsere pallottinische Familie. Für unsere brasilianischen Schwestern war es eine Freude, Sr. Josephine D´Sousa kennenzulernen. Viele Menschen waren neugierig, eine indische Schwester zu sehen, da es in Brasilien in letzter Zeit eine Fernsehserie über Indien gelaufen war.

Vor der Rückkehr nach Rom hatten wir ein weiteres sehr schönes Erlebnis in Sao Paulo, wo wir von den "römischen" Pallottinerinnen (CSAC) herzlich empfangen wurden. Sogar die Provinzoberin von Porto Alegre, Sr. Sonia Marchiori und Sr. Ines Burin waren aus dem entfernten Süden gekommen, um uns zu treffen. Die Oberin der Provinz Sao Paulo, Sr. Salete Cargnin und Sr. Joselia Giuliani fuhren mit uns zu allen 5 Kommunitäten in Sao Paulo. Überall wurden wir herzlich begrüßt. Am nächsten Tag hatten wir alle die Möglichkeit, eine Wallfahrt zum wunderschönen, riesigen Nationalheiligtum Nossa Senhora de Aparecida zu machen. Dort konnten wir an der Heiligen Messe teilnehmen und hatten Zeit, für viele Anliegen zu beten.

Die Visitation war eine bereichernde Zeit für uns und sicherlich auch für unsere Mitschwestern. Sr. Josephine ermutigte sie, in ihrem geistlichen, gemeinschaftlichen und apostolischen Einsatz voranzugehen. Wir sind sehr dankbar für das engagierte Leben unserer Schwestern unter der armen Bevölkerung und für ihre gastfreundliche Offenheit für uns.

Sr. Maria Landsberger SAC

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)