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Seit einem Monat lebe ich – vorübergehend - in der Kommunität der Pallottinerinnen in München bei unseren Schwestern. Hier ist unsere Missionsprokuratorin Sr. Ingrid Schuler mit ihrer kleinen, alternden Gemeinschaft jedes Jahr beim Adventsbasar zugunsten unserer verschiedenen Missionen aktiv. In der benediktinischen Pfarrei St. Bonifaz arbeiten die Pallottinerinnen seit vielen Jahren im Missionsausschuss mit, wo es ein Netzwerk von Schwestern und anderen engagierten MitarbeiterInnen gibt.

Der Basar hatte früher große Ausmaße mit Büchermarkt, Karten, Bastelartikeln, dem Verkauf von Marmeladen und den in Deutschland so beliebten Weihnachtsplätzchen. Das ganze Jahr über sah man die Schwestern in München abends mit Wolle, Garn, Strick-, Häkelnadeln „bewaffnet“ und mit Basteleien beschäftigt, in Vorbereitung auf die große Aktion im Advent. In diesem Jahr konnte der Basar wegen Covid -19 nur sehr reduziert stattfinden, mit dem Verkauf von Adventskränzen an Christkönig und dem Marmeladen- und Plätzchenverkauf vor und nach den Gottesdiensten im Advent.

Ich erlebte, wie die Schwestern der Reihe nach die Küche belegten, um ihre bevorzugten Plätzchensorten zu backen, wie Pakete mit einer Plätzchenspende ankamen, oder Leute bei den Schwestern Plätzchen ablieferten. Zwischendurch war dann der Entsafter im Einsatz und es wurden Marmeladen und Gelees mit den verschiedensten Zusammensetzungen und Zutaten produziert, dann mit Etiketten und bunten Stoffen über dem Deckel fertiggestellt.

So entstand ein Riesenlager von großen Plätzchendosen und Marmeladen im Haus. Eine befreundete Freiwillige stellte zum Schluss in der Küche der Schwestern noch einige Tage lang Schokoladenkonfekt mit Nüssen und Früchten her. Es war eine große Versuchung, das alles nur anschauen und riechen zu dürfen… - nur ganz am Schluss gab es eine kleine Kostprobe. Alles wurde am Ende in Zusammenarbeit mit wenigen Frauen - mit Gesichtsmaske und der Einhaltung von Abstand - zu verlockenden Mischungen zusammengestellt und hübsch verpackt.

Ich durfte dann am 1. Adventssonntag die Kasse übernehmen und erleben, wie manche Leute schon mit Rucksack vorbereitet zur Kirche kamen um einen Großeinkauf an Marmeladen oder auch Plätzchen zu tätigen. Sr. Ingrid hatte schon vor Wochen in der Kirche eine Einladung zum Basar ausgelegt. In diesem Jahr war als Projekt „Kinder- und Jungendarbeit im Nordosten Brasiliens“ angegeben.

Der Kontakt mit den Gottesdienstbesuchern, die nacheinander an die Tische kamen, war auch eine Möglichkeit, gute Wünsche für die Adventszeit auszutauschen, und für die Unterstützung des Missionsprojekts zu danken. Viele rundeten den Betrag auf. Ein schöner Moment war es auch, zwei Frauen mit Kindern zu beobachten, wie sie neben den Verkaufstischen vor einer Statue der hl. Elisabeth beteten. Von dem übrig gebliebenen Geld durfte jedes Kind noch eine Münze in den Opferkasten werfen und eine Kerze anzünden.

Sr. Maria Landsberger SAC

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)