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Liebe Schwestern und Brüder in der in der Vereinigung,

wir freuen uns, Euch mit diesen Nachrichten eine Vorstellung der pastoralen Initiative „Projekt Vinzenz I“ in Codó, Brasilien, vorzulegen, die Francisco Ferreira dos Santos erstellt hat. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der Vereinigung.

1. PROJEKT VINZENZ I.

Caritas und Liebe sind unser Weg der Erziehung. Unser Engagement zielt darauf, Hoffnung zum Leben zurückzugeben und zu glauben, dass es eine bessere Welt gibt; sie hängt nur von einer kleinen Geste ab, eurer und unserer.

Am 8. März 2009, dem internationalen Frauentag, wurde in der St. Vinzenz Pallotti-Kapelle, Pfarrei St. Therese vom Kinde Jesus, in der Stadt Codó, Maranhão, Nordost-Brasilien, ein Projekt geboren: Vinzenz I. „Wenn wir alleine träumen, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit“. Wir glauben, dass dieser Satz des beliebten Dom Helder Camara ausgezeichnet die Mystik des hl. Pallotti zusammenfasst! Alles begann mit einem Besuch der Jugendgruppe Juventude Palotina (pallottinische Jugend) in einem der ärmsten Bezirke des Distrikts Santa Teresinha. Es gab viele Kinder, deren Kindheit durch menschenunwürdige Arbeit auf Müllhalden gestohlen wurde. Kinder, die nicht als Kinder leben können, die zu Arbeitern werden und erniedrigende Arbeit verrichten.

 

Dort wurde der Traum geboren. Uns stellte sich eine Herausforderung: diesen Kindern das Recht zurückzugeben, Kinder zu sein, ihre Würde als Menschen wiederherzustellen. Wir mussten ihre Herzen wieder erwecken, ihre Zuneigung und ihr Vertrauen gewinnen. Wir entschlossen uns, sie zuhause zu besuchen, und am Schluss luden wir sie zu einem Frühstück ein. Das war unser erster Schritt.

Am Morgen des 8. März 2009 fand die erste Aktivität des Projekts Vinzenz I mit einem vorbereiteten Frühstück statt – mit einer gewissen Bangigkeit, aber auch mit Freude und großer Zuneigung. Wir waren erstaunt über die Zahl der Kinder, die aufkreuzten; es waren zwischen 150 und 180. Und wir hatten uns für den Morgen in der Erwartung von etwa 40 bis 50 Kindern vorbereitet ... Ein wenig verzweifelt und gleichzeitig sehr glücklich, ließen wir in diesem Augenblick „Gott in unserer Mitte Gott sein“. Ich denke, dass diese Erfahrung unser Leben veränderte. Ein wenig Brot, einige Packungen Plätzchen, ein bisschen Kaffee und mehrere Flaschen Milch, acht Liter Erfrischungsgetränke und viel „Liebe“ war alles, was wir hatten. Es reichte, weil wir in diesem Augenblick von diesen Kindern dafür ein wunderbares Lächeln des Dankes erhielten mit einem kleinen Wort, mit dem sie uns riefen: „Onkel/Tante“ (was bedeutet, dass sie eine besondere Aufmerksamkeit auf Seiten der Freiwilligen erkannten und ein Gefühl der Nähe, Zuneigung und des Vertrauens ausdrückten). Diese Erfahrung diente dazu, unser Projekt zu entwickeln. Es hat das Ziel: Mit absoluter Priorität die Durchsetzung von Rechte zu garantieren auf Leben, Gesundheit, Nahrung, Erziehung, Sport, Erholung, eine Berufskultur, Respekt, Würde und Familien- und Gemeinschaftsleben. Wir streben danach, alle Möglichkeiten und Strukturen zu fördern, die ihre physische, seelische, moralische, geistliche und soziale Entwicklung unter den Bedingungen von Freiheit und Würde ermöglichen.

Der zweite Schritt war, die familiäre Umgebung der einzelnen Kinder und ihre Lebensbedingungen kennen zu lernen. Es zeigten sich die Bedingungen, denen sie ausgesetzt sind, wie Drogen, Analphabetismus, Prostitution, Gewalt, Kriminalität. Daraus entwickelte sich das Projekt mit Unterricht (Lesen, Portugiesisch, Mathematik), Katechese, Musikworkshops (Gitarre, Flöte und Stimme), Handwerk (Herstellung von Armbändern und von Stiften, die mit einem Faden verziert sind), die Organisation von Auszeiten und Erholung.

Abschließend kann ich sagen, dass diese gemeinschaftlich gemachte Erfahrung uns verwandelt hat und noch immer verwandelt. Wir haben die Gegenwart Christi in unserer Mitte erfahren durch eine neue Freude und ein besonderes Verlangen, die Lebensumstände vieler Kinder zu verbessern, die unter Bedingungen fern menschlicher Würde leben und in völliger Armut, wie man sie sich nur vorstellen kann.

Wir möchten dem Gott des Lebens aus tiefstem Herzen danken, der es für angebracht hielt, uns in diese Sendung zu rufen, auch zur Verwirklichung des Geistes des hl. Vinzenz Pallotti als „Juventude Palotina“, wie auch den vielen guten Leuten, die ihr Vertrauen in uns gesetzt haben, vor allem den Wohltätern, die unsere Arbeit mit ihrer Großzügigkeit unterstützen. Alles zur unendlichen Ehre Gottes! Anmerkung: Zurzeit finden manche der oben genannten Aktivitäten nicht statt wegen eines Mangels an Mitteln, die Ausgaben zu decken, und des Bedarfs an mehr Freiwilligen.

Francisco Ferreira dos Santos – Koordinator des Projekts Vinzenz I (im Namen des JP Koordinationsteams, Codó)

Für weitere Informationen kontaktiert bitte P. Jak Wasensteiner SAC unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder

P. Antonio Diogo SAC unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

2. Australien – Brief zur Frage der Mitgliedschaft in der Vereinigung:

Nach der Anerkennung der Vereinigung durch den PCL als internationaler öffentlicher Verein von Gläubigen und der Approbation ihres Generalstatuts, entstand die Notwendigkeit zu klären zu versuchen, ob diejenigen, die eine langjährige Beziehung und Zusammenarbeit mit der pallottinischen Familie auf vielfältige Weise verband, als Mitglieder in dem Sinn betrachtet werden wollten, die im Generalstatut beschrieben wird,  einfach weil eine solche formale Mitgliedschaft besondere Rechte und Pflichten enthält. Dies war in manchen Ländern ein heikles Thema, mit der Sorge, dass solch eine Nachfrage manchen Leuten den Eindruck vermitteln könnte, dass ihre Beziehung und Zusammenarbeit mit der pallottinischen Familie über die Jahre hinweg irgendwie in Frage gestellt werde, wie auch ihr zukünftiger Status. Die Erfahrung in Australien war interessant. Im Februar diesen Jahres hat der australische NKR einen Rundbrief verschickt, der die Frage der Mitgliedschaft in der Vereinigung behandelte. Darin wurden die Leute, die seit vielen Jahren Teil der pallottinischen Familie waren, gebeten, ein Mitgliedsformular auszufüllen, wenn sie als „formelle“ Mitglieder angesehen werden wollten. NKR-Präsidentin Cheryl Sullivan berichtet über das positive Ergebnis dieser Initiative: „Ich kann nur sagen, dass die Antwort auf diesen Brief verblüffend war und (aus einer persönlichen Perspektive) lebenspendend, mit so vielen, die den geschichtlichen Zusammenhang ihrer Mitgliedschaft angeben und Schnipsel liefern, wie sie diese Mitgliedschaft in ihrem Alltag leben ... die auch klar ein tiefes Verständnis zum Ausdruck bringen, um was er bei der pallottinischen Familie (UAC) geht, Menschen, die ihre Berufung in ihrem Alltag leben ... Herr Patrick Maguire, der NKR-Präsident in Irland, hat vor kurzem unsere Rolle/Charisma sehr prägnant benannt, als er die Arbeit der UAC beschrieb und sagte: Pallotti ist klar hinsichtlich der Arbeit, die wir tun sollten. Erstens müssen wir versuchen, den Glauben neu zu entzünden, wo und wann immer wir können. Zweitens müssen wir uns in karitativem Handeln engagieren, welches die Wirklichkeit Gottes in unserer Welt sichtbar macht und das Gesicht Christi sein für allen, denen wir begegnen. Drittens müssen wir die Macht des Gebetes erkennen und dem Apostolat des Gebetes verpflichtet sein, so dass unsere Sendung immer die ureigene Sendung Christi bleibt“. Letzten Endes ist das Wichtigste nicht, ob man ein formelles Mitglied der Vereinigung ist oder nicht, sondern ob man ein engagierter und authentischer Apostel und Zeuge Christi im Alltag ist; die Vereinigung und ihre Strukturen gibt es, damit sie sich bemühen sicherzustellen, dass dies gemeinschaftlich gelebt und mit anderen koordiniert wird, denn „Vernunft und Erfahrung beweisen, dass das Gute, das vereinzelt getan wird, spärlich, unsicher und von kurzer Dauer ist und dass selbst die hochherzigsten Bemühungen einzelner zu nichts Großem führen, wenn sie nicht vereint und auf ein gemeinsames Ziel hingeordnet sind“ (hl. Vinzenz Pallotti).

3. Gemeinschaft von Familien aus Starogard Gdański, Nordpolen - Elternseminar

Im Februar hat Iza Owczaruk, Mitglied der Vereinigung, die Psychologin und Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern ist, in einer Gemeinschaft von Familien aus Starogard Gdański, die kürzlich ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht haben, eine UAC-Ausbildung zu beginnen (vgl. UAC-Nachrichten - November 2013), eine Reihe von Workshops über Erziehung gehalten. Die Workshops waren den Beziehungen zwischen Eltern und ihren heranwachsenden Kindern gewidmet. Es gab zwei Teile: den ersten besuchten nur die Eltern, den zweiten auch ihre Teenager. „Die Workshops ließen uns in erster Linie der Tatsache bewusst werden, dass unsere jugendlichen Kinder kein leichtes Leben haben, dass sie sehr verwundbar sind, wenn sie uns, der Welt und anderen gegenüberstehen. Iza hat uns an das erinnert, was wir alle irgendwo in unserem Unterbewusstsein wussten: über den Aufbau guter Beziehungen, das Bestimmen von Grenzen, zu Zusammenarbeit ermutigen, Lernen an die Konsequenzen von Entscheidungen und Handlungen zu denken und sie zu tragen. Wir versuchten auch, die besonderen Bedürfnisse unserer Kinder zu analysieren, denen wir alltäglich begegnen, und nach gesunden Lösungen zu suchen. Wir sprachen auch über Gefühle, wie sie akzeptieren und mit ihnen umgehen. Der zweite Teil des Workshops, an dem die Eltern mit ihren Jugendlichen gemeinsam teilnahmen, war sehr interessant, eine großartige Erfahrung, die spürbar half, aufrichtige Beziehungen zu erneuern, und die hoffentlich zu einer dauerhaften Änderung führt. Besonders positiv war der Stil des Workshops, in dessen Verlauf wir im Rollenspiel Szenen aus dem Leben der Teenager darzustellen hatten in dem Versuch, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen und zu erleben“ (Goshia und Medard, Eltern). „Ich mochte die Workshops, die Frau Iza gehalten hat, sehr. Sie zeigte uns, dass wir und unsere Eltern wirklich das Gleiche wollen. Wir wollen miteinander klarkommen. Sie half uns auch, zu erkennen, dass aller Streit durch Dialog und durch Kompromissbereitschaft gelöst werden kann. Ein wichtiger Punkt des Workshops war das Schreiben von Briefen, und dann die Briefe an und von unseren Eltern zu lesen. In vielen Fällen wurde dies von Tränen voll Gefühl begleitet. Ich denke, dass solche Treffen sehr wichtig sind,  und ich hoffe, dass sie die Kommunikation zwischen den Generationen unterstützen werden“ (Olga, 15 Jahre).

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)