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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns, Euch mit diesen Nachrichten einen Erfahrungsbericht bezüglich der pastoralen Initiative „Nikodemus-Nacht“ in der Kirche S. Salvatore in Onda vorzulegen, dem geistlichen Zentrum der Vereinigung des Katholischen Apostolates, der von P. Gilberto Orsolin SAC erstellt ist. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der UAC.

1. NIKODEMUS-NACHT

Was ist die Nikodemus-Nacht? Nikodemus hatte eine persönliche Begegnung mit Jesus, die sein Leben veränderte (Joh 3,1-21). Auch wir wollten solch eine Erfahrung machen und sie anderen anbieten, vor allem den vielen jungen Leuten, die freitags abends an unserer Kirche in der Via dei Pettinari vorbeikommen. Die Initiative zur „Nikodemus-Nacht“ entstand unter Mitgliedern der Vereinigung, die durch die Worte von Papst Franziskus inspiriert waren, der uns einlädt, aus uns selbst „hinauszugehen“ und die Türen unseres Herzens und unserer Kirchen zu „öffnen“, um dem anderen zu begegnen, der in Not ist. Es ist eine besondere Zeit, Christus zu begegnen. Sie besteht aus zwei Stunden eucharistischer Anbetung und Gebet, welche jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr in der Kirche S. Salvatore in Onda stattfindet, dem geistlichen Zentrum der Vereinigung.

Die Zeit wird sehr einfach gestaltet, mit Zeiten der Stille, die alle 20 Minuten oder so unterbrochen wird durch ein Lied, das Tagesevangelium oder ein Gebet. Ein Pallottinerpater leitet zusammen mit anderen Mitgliedern und Freunden der pallottinischen Familie die Anbetung, und ein anderer Priester steht für das Sakrament der Versöhnung zur Verfügung. Eine andere Gruppe bleibt auf der Straße vor der Kirche und bietet Passanten ein kleines Blatt mit dem Bild Jesu und mit Informationen zur wöchentlichen Gebetszeit an, um sie einzuladen, vielleicht bloß für einen Moment hineinzugehen und in den eigenen Anliegen zu beten. Wir haben auch vor, die folgenden Worte des hl. Vinzenz auf die Rückseite der nächsten Version zu setzen, um die Herzen der Leute mehr anzusprechen zu versuchen: „Wenn ich betrübt bin, ist Jesus im allerheiligsten Sakrament mein Trost; wenn ich krank bin, ist Er mein Arzt; wenn ich blind bin, taub und stumm, ist Er mein Licht, mein Gehör, meine Sprache; wenn ich tot bin, ist Er mein Leben; wenn ich vom Weg zum Paradies abkomme, ist Er der Weg; wenn ich arm bin, ist er mein Reichtum“ (OOCC XI, 51-56). Denjenigen, die die Einladung hineinzugehen annehmen, wird ein Nachtlicht gegeben; sie werden zum Altar begleitet, wo sie es hinstellen, einen Augenblick im Gebet verweilen und eine kleine Schriftrolle mit einem Bibelwort nehmen können.

Das Zeugnis mehrerer Teilnehmer gibt uns eine Vorstellung, wie wir diese neue Initiative geistlicher Erneuerung und Evangelisierung erleben:

„Für mich ist die Nikodemus-Nacht eine Herausforderung und eine Freude. Die Herausforderung ist die Säkularisierung, die wir nicht nur in der säkularen, sondern auch in der kirchlichen Welt erleben. Die Freude liegt darin, bei Menschen, die wir einladen, zu sehen, dass sie einwilligen, in der Kirche vor dem allerheiligsten Sakrament zu beten. Es ist oft möglich, eine Verwandlung in ihnen wahrzunehmen, wie sie waren, bevor sie in die Kirche kamen, und wie sie nach dieser Erfahrung persönlichen und gemeinsamen Gebets wieder gehen. Fast alle danken uns für die Gelegenheit, sich Jesus zu nähern; sie sind oft tief bewegt. Viele andere gehen nicht in die Kirche hinein, schütten aber auf der Straße ihre persönlichen Probleme und ihre Probleme mit der katholischen Kirche aus. Wieder andere fragen mit Bewunderung, ob wir wirklich Katholiken sind. Kurz gesagt, meine persönliche Erfahrung ist, dass Herausforderung und Freude zusammen gehen; ich spüre, dass wir gegen den Strom unserer Zeit schwimmen und dass wir uns durch unsere Arbeit vielen Menschen nähern können, die schon einige Zeit keine Kirche mehr betreten haben oder sich selbst nicht mehr als Katholiken sehen.“

„Für mich ist es eine pastorale Initiative, die es uns ermöglicht, uns Gott zu nähern, Traurigkeit in verklärende Freude zu verwandeln. Anfängliche Zurückweisung und Widerstand werden oft zu einem großartigen Treffen mit dem Herrn, zum Beginn eines Weges, zum Tag des Lebens, das sich das ganze Leben hindurch in der Hand desjenigen verlängert, der zu Nikodemus sagte: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ (Joh 3,5). Dies sind Worte der Hoffnung, die erlösende Verheißung, welche sich jeden Freitag Abend vor unseren Augen erfüllt. Es ist der Durst der Menschen, der durch Gottes Barmherzigkeit gestillt wird.“

„Ich begann den Weg der Nikodemus-Nächte mit, so muss ich sagen, ein wenig Bangigkeit; doch dann wurde es wirklich faszinierend. Jetzt habe ich etwas tiefer verstanden: bevor ich Jesus durch die Meditation suche, die ich in der Kirche mache, finde ich mich selbst und damit nähere ich mich besser dem Wesen christlicher Liebe.“

Die Einladung Jesu ist wie ein verborgener Schatz. Mögt auch ihr dahin kommen, diese tiefe und andauernde Freude, die keine Grenzen kennt, persönlich zu entdecken und mit uns zu teilen. Oder vielleicht denkt ihr darüber nach, wenn Ihr es nicht ohnehin schon tut, eine ähnliche Initiative in eurer Gegend zu organisieren, aus der Kirche hinaus auf die Straßen zu gehen, jene, die ihr trefft, einzuladen, für einen Augenblick zu kommen und zu beten und derart die Möglichkeit einer umformenden Begegnung mit dem Herrn, dem lebendigen Gott, zu eröffnen, der alle im allerheiligsten Sakrament erwartet und empfängt.

Neuigkeiten bezüglich des Seligsprechungsprozesses der Ehrw. Elisabetta Sanna:

Am 27. Januar 2014 autorisierte der Heilige Vater Franziskus Kardinal Angelo Amato, den Präfekten der Kongregation für die Heiligsprechungen, das Dekret bezüglich der heroischen Tugenden der Dienerin Gottes, Elisabetta Sanna, Mitglied der Vereinigung des Katholischen Apostolates, zu verkünden. Diese päpstliche Anerkennung der heroischen Tugenden, welche grundlegend für die Seligsprechung selbst ist, wurde nach dem positiven Votum des Sonderkongresses der Theologenkonsultoren am 20. November 2012 und nach der ordentlichen Sitzung der Kardinäle und Bischöfe, Mitglieder der Kongregation der Heiligsprechungen am 21. Januar 2014 abgeschlossen. Die Teilnehmer der Sitzung begründeten, dass die Dienerin Gottes die theologischen, Kardinal- und damit verbundenen Tugenden in einem heroischen Grad ausgeübt hat.

Es lohnt sich, den Titel zu unterstreichen, den unsere Ehrwürdige in den offiziellen Dokumenten erhalten hat: Dienerin Gottes Elisabetta Sanna, Laiin, Witwe, Profess-Mitglied des Dritten Ordens des hl. Franziskus und Mitglied der Vereinigung des Katholischen Apostolates, die vom hl. Vinzenz Pallotti gegründet wurde. Nach dem hl. Vinzenz ist sie die erste Person in der pallottinischen Familie, die solch hohe Anerkennung erhalten hat, neben den Märtyrern, die für ihr Martyrium seliggesprochen wurden. Lasst uns nun für die Anerkennung eines Wunders beten, das auf Elisabettas Fürsprache hin geschieht.

Neuigkeiten bezüglich des Seligsprechungsprozesses von P. Richard Henkes:

Der Seligsprechungsprozess des Dieners Gottes, Richard Henkes aus Deutschland, Pallottiner-Pater und Märtyrer, hat wichtige Fortschritte gemacht. Am 3. Dezember 2013 haben die Historikerkonsultoren der Kongregation für die Heiligsprechungen die Positio als gut befunden, ein Buch von 680 Seiten, das das Leben und Martyrium des Dieners Gottes dokumentiert, so dass es dem Studium der Theologenkonsultoren übergeben werden kann.

Am 10. Februar 2014 hat Generalpostulator P. Jan Korycki dies getan und die Positio zusammen mit der Stellungnahme der Historikerkonsultoren der Kongregation übergeben. Nach dem Urteil der Theologen geht dann die Causa zur Kongregation der Kardinäle und Bischöfe.

Brasilien – Vierte ordentliche Nationalversammlung der Vereinigung und Wahl eines neuen NKR:

Die Nationalversammlung der Vereinigung in Brasilien fand vom 21. – 23. Februar im Instituto Salette, Curitiba, Paraná, statt. Während der Versammlung wurde Dario Ivatiuk Junior als Präsident des NKR wiedergewählt und Sr. Marinês Pivatto CSAC als Vizepräsidentin gewählt. Wir wünschen ihnen und allen Mitglieder des neuen NKR allen Segen und die Fülle des Geistes in ihrem Dienst am Reich Gottes in der Vereinigung und allgemein in Kirche und Gesellschaft in Brasilien.

Polen – Rosenkranz für die Intentionen der Vereinigung:

Seit Januar haben sich einige Mitglieder verpflichtet, jeden Tag den Rosenkranz für die Intentionen der Vereinigung zu beten – für alle Mitglieder und Freunde der pallottinischen Familie und für die Intentionen, die in das Online-Buch für Gebetsintentionen eingetragen werden, das es auf der polnischen UAC-Website gibt (www.zak-pallotti.pl/index.php/intencje). Anfangs war es geplant, mit dem Gebet nur für einige Monate fortzufahren, doch diejenigen, die sich eingetragen haben, beten nun den Rosenkranz am selben Tag jeden Monats. Wir sind sicher, dass solch eine Verpflichtung zu Gebet und Fürbitte großen Segen für alle bringen und uns allen helfen wird, den Ruf Gottes zu Liebe und Dienst ohne Grenzen treuer, mutiger und freudiger zu leben.

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)