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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns sehr, Euch mit diesen Nachrichten eine Zusammenschau des Lebens von Giovanni Allemand vorzulegen, die P. Jan Kupka SAC erstellt hat. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der UAC.

1. Giovanni Allemand (1799-1835):

Giovanni Allemand, ein römischer Priester, war einer der engsten Mitarbeiter des heiligen Vinzenz Pallotti. Sein Name ist sowohl in der Liste derjenigen zu finden, die zum Katholischen Apostolat gehörten, wie auch unter den Teilnehmern am ersten Treffen der Vereinigung des Katholischen Apostolates, das am 14. Juli 1835 in S. Maria in Carinis stattfand (vgl. OOCC V, S. 3-7). Das bedeutet, dass Giovanni Allemand aktiv an den Anfängen der Gründung der Vereinigung des Katholischen Apostolates teilnahm.

Giovanni Allemand wurde am 9. November 1799 in Rom geboren. Sein Vater Giuseppe Allemand kam aus Reves, Diözese Toulon (Frankreich). Er heiratete 1795 Maria Cavallini. Das dritte Kind, das aus ihrer Ehe hervorging, wurde in der Pfarrkirche S. Maria sopra Minerva auf die Namen Pietro, Giovanni, Gaspare getauft.

In seiner Jugend besuchte Giovanni Allemand das Oratorium an S. Maria del Pianto, wo er Vinzenz Pallotti traf und mit ihm in der Bildung junger Leute zusammenzuarbeiten begann. Pallotti wurde sein geistlicher Begleiter. Nach der Priesterweihe 1823 wurde er zum Professor der Heiligen Schrift im Römischen Seminar ernannt. Die Päpste Leo XII. und Pius VIII. schätzten sein großes Wissen in Theologie und den biblischen Wissenschaften sehr. Im Rahmen der Kirche von Rom wurden ihm wichtige Pflichten als Zensor der theologischen Akademie und Berater der Kongregation für den Index übertragen.

Giovanni Allemand starb im Alter von 36 Jahren am 29. August 1835 in Rom, im Jahr der Gründung der Vereinigung des Katholischen Apostolates, und er wurde in der Kirche S. Maria sopra Minerva begraben. Genau am 29. August 1835 schrieb Vinzenz in einem Brief an August Wunder: Der Priester Giovanni Allemand, Professor der Heiligen Schrift im Seminar und Berater für den Index ist in die Ewigkeit hinübergegangen. Oh beneidenswerter Tod! Oh wahrhaft heiliger Tod und der eines großen Heiligen! Ich glaube nicht, dass er der Gebete bedarf, doch die Liebe verpflichtet uns unter solchen Umständen klar dazu, sie zu vervielfältigen“ (OCL II, Nr. 348, S. 80).

Dieses Zeugnis bezüglich des Todes „eines großen Heiligen“ zeigt, dass Vinzenz Pallotti den Priester Giovanni Allemand gut kannte und tiefes Einvernehmen mit ihm sowohl auf dem geistlichen Weg wie auch im Bereich apostolischen Engagements erlebte. Das wird aus den Briefen ersichtlich, die Pallotti an seinen geistlichen Sohn adressierte. Am 22. Juli 1834 schrieb er: „Die Heiligkeit besteht in der Erfüllung des göttlichen Willens. Daher heiligt man sich ... durch literarische Vorträge, in wissenschaftlichen Akademien, auf dem Katheder, in den Kreisen der Gelehrten nicht weniger als unter der Schar der Zöllner und Sünder. Mit einem Wort: man wird heilig, indem man allen alles wird (vgl. 1 Kor 9,22) um alle für Jesus Christus zu gewinnen“ (OCL II, Nr. 308, S. 24). Und Giovanni Allemand lebte seinen Weg der Heiligkeit nicht nur in wissenschaftlicher Forschung und Lehre, sondern auch durch die Übung der Liebe gegenüber seinem Nächsten. In der „Erinnerung an Don Giovanni Allemand“ schrieb Pallotti über ihn: „er betrachtete sich selbst als Geringsten von allen und half allen Armseligen mit Rat und Almosen und dadurch dass er unermüdlich die armen Kranken in den Krankenhäusern Roms tröstete, unterstützte und ihnen die Beichte hörte“ (OOCC XIII, S. 985).

Das Gedächtnis an Giovanni Allemand wird auch in der allgemeinen Literatur bewahrt. Die „Annalen der religiösen Wissenschaften“ veröffentlichten in dem Teil über verstorbene große Persönlichkeiten biographische Angaben zu Giovanni Allemand (Rom 1835, Bd. I, S. 457-459), wo es heißt: „Weder Ehren noch seine geliebten Studien konnten im Entferntesten die glühende Liebe kühlen, die er in seinem priesterlichen Dienst ausübte, und auch nicht einen ebensolchen Eifer, das Heil der Seelen zu erlangen. Andauernd waren die Gebete, durch die er seinen Geist stärkte, und streng tötete er seinen Körper mit Bußen ab“ (ebd., S. 458).

Das geistliche Band zwischen Vinzenz Pallotti und Giovanni Allemand und ihr Engagement in apostolischen Werken zeigen, dass sich herausragende geistliche Persönlichkeiten in der Gruppe der Mitarbeiter unseres Heiligen finden. An dieser Stelle möchten wir gerne daran erinnern, dass Vinzenz Pallotti auch Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Giovannis Schwester Marianna (1797-1862) und dem Bruder Filippo (1804-1864) pflegte.

2. Die 7. jährliche Walter Silvester Gedächtnisvorlesung 2013 wurde am Dienstag, den 29. Oktober, an der Katholischen Universität von Australien in Melbourne vor etwa 160 Teilnehmenden von P. Frank Donio SAC gehalten, dem Direktor des Katholischen-Apostolats-Zentrums, Washington DC, USA und Mitglied des GKR. Sie stand unter dem Thema „Neuer Papst, Neue Evangelisierung – neue Art des Kirche-Seins“. Der Vortrag war ‚eine fesselnde und faszinierende Mischung von Geschichte, Spiritualität und gegenwärtigem kirchlichen Denken, mit einer Beschreibung des Dienst-Stils von Papst Franziskus als verbindendem Faden‘ (Pat Heywood).

3. Polen - Neue Mitglieder der Vereinigung:

In einer Eucharistiefeier, der P. Stanisław Rudzinski SAC in Ołtarzew am 14. Dezember vorstand, legten – als Teil der Unio-Exerzitien vom 13.-15. Dezember 2013 – zwei langjährige Mitglieder der Warschauer Königin der Apostel Gemeinschaft ihren Akt Apostolischer Verpflichtung ab in Gegenwart eines Animators der Gemeinschaft, von Sr. Barbara Rohde SAC, die den NKR-Präsidenten vertrat, und von allen Exerzitien-Teilnehmern. An den Exerzitien nahmen auch langjährige Mitarbeiter des Seminars teil, die nicht formelle Mitglieder der Vereinigung sind.

4. Weihnachtsnovene, Manaus, Amazonas, Brasilien:

Hauptthema der Weihnachtsnovene dieses Jahres war „Christus, unsere Hoffnung“ – Hoffnung für die Menschheit, Hoffnung für die Welt. Hier wird die Novene sehr stark als Evangelisierungsereignis gefeiert. Alle, die in irgendeiner Weise eingebunden sind in pastorale oder Gemeinwesenarbeit werden in kleine Teams aufgeteilt, um an acht aufeinanderfolgenden Tagen durch die Pfarrei zu gehen und so viele Familien wie möglich zu besuchen, vor allem Katholiken mit wenig oder keiner Beteiligung am Pfarrleben. Die Struktur der Novene für jeden Besuch ist sehr einfach: gemeinsames Hören, Bedenken und Austauschen zum Wort Gottes in der Schrift, gefolgt vom Gebet für die ganze Familie. Während der Besuche werden Informationen zu den geistlichen und materiellen Bedürfnissen der Familien zusammen getragen, die über die Pfarraktivitäten informiert und eingeladen werden, zur Kirche zu kommen. Die Teams sprechen mit den Kindern über Katechese und ermitteln die sakramentale Situation der Familienmitglieder. Wenn nötig, kann eine Familie auch finanzielle Hilfe erhalten. Am Abend des 23. Dezember versammeln sich alle Teams und die Besuchten, die die Einladung annehmen, in der Kirche für eine Gebetsfeier, auf die eine einfache Agape und viel Vergnügen folgt. Wenn auch weniger als erwünscht, kehren doch immer einige Leute durch diese Novene zur Kirche zurück. Es ist nicht einfach, viele Familien zu erreichen: Manche fürchten sich, die Tür zu öffnen; oder die Mutter bittet das Team herein, und dem Vater und den Kindern, die einfach fernsahen, fällt plötzlich ein, dass sie sofort wegen dringender Geschäfte gehen müssen! Viele Leute müssen auch spät arbeiten, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Doch trotz solcher Rückschläge und scheinbar begrenzter Früchte unverdrossen, gehen die Teams tapfer jedes Jahr neu von Haus zu Haus, um so viele Familien wie möglich mit der guten Nachricht der Liebe Gottes zu besuchen. Die Mitternachtsmesse, als Hahnen-Messe bekannt, wird in der Nacht des 24. Dezembers gefeiert, gefolgt von der Ceia do Natal, dem Weihnachtsessen.

5. ‚Bethlehem‘-Familiengemeinschaft, pallottinische Pfarrei Bielsko-Biała, Polen:

Am Fest der Heiligen Familie 2003 traten 21 Mitglieder der ‚Bethlehem‘-Familiengemeinschaft der Vereinigung des Katholischen Apostolates bei. 10 Jahre später, am selben Fest in diesem Jahr, dem 29. Dezember, wird die Gemeinschaft, die nun 53 UAC-Mitglieder hat, in der pallottinischen Pfarrkirche die Messe feiern, mit anschließenden Erfrischungen im Zönakulum-Raum.

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)