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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns sehr, Euch mit diesen Nachrichten eine Zusammenschau des Lebens der Ehrw. Pauline-Marie Jaricot vorzulegen, die P. Jan Kupka SAC erstellt hat. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der UAC.

1. EHRWÜRDIGE PAULINE-MARIE JARICOT (1799-1862):

Der 150. Todestag von Pauline-Marie Jaricot, der Gründerin der Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens, wurde 2012 gefeiert. Die Beziehung des heiligen Vinzenz Pallotti zu Pauline Jaricot zeigt die weite Vision dieser beiden Akteure für die Bedürfnisse der Kirche und ihren totalen Einsatz, die von Gott inspirierten Werke zu verwirklichen.

Pauline-Marie Jaricot wurde am 22. Juli 1799 in Lyon (Frankreich) geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit im Wohlstand, erhielt eine gute religiöse Erziehung in ihrer Familie. Das Jahr 1816 brachte eine Wende in Paulines Leben. Betroffen durch die Predigt von John Würtz, dem Pfarrer von St. Nizier, begann sie ein Leben tiefer Vereinigung mit Gott. Sie widmete sich den Armen und den Arbeiterinnen in den Fabriken ihrer Familie. Sie gründete eine Gruppe von Reparatrices (Frauen der Wiedergutmachung) für das Heilige Herz‘, mit denen sie verschiedene karitative Werke unternahm. Durch ihren Bruder Philéas sensibilisiert, engagierte sie sich in der Hilfe für französische Missionare in China. 1819 kam ihr die Idee einer methodischen Organisation von Sammlungen für die Missionen. 1820 setzte sie die Bewegung für die Sammlung von Gaben für alle Missionen der Kirche in Gang. So begann die Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens, welche am 3. Mai 1822 in die Leitung von Laien überging, die sich in der Hilfe für die Missionen engagierten. 1826 setzte sie sich ein für den Lebendigen Rosenkranz, um das Rosenkranzgebet neu zu beleben. 1830 gründete sie die Bank des Himmels mit dem sozialen Ziel der Unterstützung von Arbeitern. Während dieses Jahres intensiver Tätigkeit vertraute sie sich selbst zusammen mit ihren nächsten Mitarbeiterinnen, die sie 1831 zur Kongregation der Töchter Mariens formte, der Jungfrau Maria an.

1834 hatte Pauline einen Herzanfall. Trotz ihrer schlechten Gesundheit, unternahm sie eine Reise nach Rom, wo sie Ende Mai 1835 ankam. Sie wurde dort von den Sacré-Coeur-Schwestern an Trinità dei Monti willkommen geheißen. Nachdem sie ihre physische Kraft wiedererlangt hatte, ging sie nach Mugnano del Cardinale (AV). Während sie am 10. August 1835 in dem Heiligtum, das der hl. Philomena geweiht ist, am eucharistischen Segen teilnahm, erkannte sie, dass etwas Geheimnisvolles mit ihr geschehen war: sie konnte gehen und fühlte sich geheilt. Nachdem sie Neapel besucht hatte, kehrte sie nach Rom zurück, wo sie bis Ende März 1836 blieb. Während dieses Aufenthaltes, besuchte sie die Stadt Rom und traf verschiedene Leute.

Silvio Beltrami stellt fest: „Es stellt sich heraus, dass Jaricot in Rom den seligen Vinzenz Pallotti getroffen hat, der durch sein Vorhaben des Katholischen Apostolates das gleiche Ziel im Auge hatte wie die Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens. Es ist wohl bekannt, dass Pallotti 1836 sein Werk in Rom begann, welches sich dann 1837, nach dem Willen des Papstes, mit der Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens vereinte. Abgesehen von diesem Treffen müssen wir eingestehen, dass es keine Beziehung  zwischen dieser Reise in Italien und dem Beginn der Gesellschaft gibt“ (ders., L’Opera della Propagazione della Fede in Italia, Rom 1961, S. 49). Francesco Moccia SAC teilt die Meinung: „In Rom war Pauline in SS. Trinità dei Monti stationiert und hier begegnete sie dem Heiligen und sprach zu ihm über ihre Initiative. Es war 1835 und P. Vinzenz erkannte etwas von seinem eigenen Plan universeller Mobilisierung im Werk von Jaricot“ (ders., San Vincenzo Pallotti romano, Rom 1962, S. 128).

In den Schriften Pallottis, die sich auf die frühen Jahre der Vereinigung des Katholischen Apostolates beziehen, finden wir Bezüge zu der Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens. Daraus wird ersichtlich, dass er die Gesellschaft von Lyon genau kannte: ihre Organisationsstruktur, ihre Methode der Sammlung für die Missionen und ihre Verbreitung in der ganzen Welt. Da er große Vorteile für die Verbreitung des Glaubens sah, engagierte sich Pallotti, sie zu fördern. Er schrieb: „1836 wurde auf die Bitte einiger hin mit Zustimmung des Hochwürdigsten Herrn Kardinalvikar (Carlo Odescalchi) der Verein für Gaben für die Verbreitung des Glaubens ohne Werbung nach der Regel des französischen Vereins im ehrwürdigen Collegio Urbano (und in einigen anderen Gemeinschaften) eröffnet“ (Opere Complete V, S. 193). Als die Zeit kam, die Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens in Rom zu errichten, wurde Vinzenz Pallotti am 30. Juli 1837 Mitglied des römischen Rates. Von diesem Augenblick an begann er sich selbst mit ganzem Herzen dafür einzusetzen, die Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens in Rom zu fördern.

1839 kehrte Pauline Jaricot zur Heiligsprechung von Alfons Maria de Ligouri (26. Mai 1839) nach Rom zurück. Wir haben keine Information darüber, ob Pallotti vielleicht Pauline getroffen hat, um ihr zu berichten, welche Auswirkungen sein Einsatz hatte, die Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens zu fördern. Tatsächlich wurde mit dem Dekret der Propaganda Fide vom 30. Juli 1838 sein Werk des Katholischen Apostolates zu einem „völlig nutzlosen und überflüssigen Verein“ erklärt und daher unterdrückt. Seine Mitglieder wurden eingeladen, sich dem französischen Werk anzuschließen. Im Nachdenken über diese Tatsache schrieb Pallotti, dass dies „notwendig war, damit das Werk Gottes das Bild unseres Herrn Jesus Christus, des Gekreuzigten, trage“ (Opere Complete III, S. 24).

Im Juni 1839 kehrte Pauline nach Lyon zurück und nahm ihre Tätigkeit wieder auf. Empfindsam für das Elend der Arbeiterklasse, gründete sie die Gesellschaft der Arbeiter und es gelang ihr, eine Werkstatt einzurichten, die schnell zu einem Modellwerk wurde. Bei der Ausführung dieser letzten Initiative, wurde Jaricot durch einen skrupellosen Geschäftsmann betrogen, und die Werkstatt scheiterte. Von diesem Augenblick an erlebte Pauline Jahre des Kreuzes. Im Oktober 1856 unternahm sie eine Reise nach Rom in der Hoffnung, Hilfe zu erhalten, doch fand sie keine Lösung für ihre Probleme. Von Menschen verlassen, fand sie allein in Gott Zuflucht.

Pauline-Marie Jaricot starb am 9. Januar 1862 mittellos, in die Liste der Armen der Stadt eingeschrieben, aber von allen geachtet. Die Causa ihrer Seligsprechung wurde am 10. Juni 1930 begonnen. Seit 1935 ist ihr Grab in der Pfarrkirche von St. Nizier zu finden. Einen Monat nach der Heiligsprechung Vinzenz Pallottis erkannte Papst Johannes XXIII. mit Dekret vom 25. Februar 1963, ihren heroischen Tugendgrad an und erklärte sie zur „Ehrwürdigen“. Wir beten mit allen Gläubigen für ihre Seligsprechung, so dass das Beispiel der Pauline-Marie Jaricot viele Christen inspirieren möge, sich in der Sendung der Evangelisierung zu engagieren, damit heute alle Menschen in der ganzen Welt  die unendliche Liebe entdecken mögen, die sich in Jesus Christus, unserem Herrn, offenbart hat.

2. KERALA, INDIEN:

Eine Zusammenkunft für Jugendliche aus pallottinischen Pfarreien und Schulen fand am 13. & 14. Oktober 2013 in der St.-Vinzenz-Pallotti-Zentralschule, Ollukara, Trichur statt. Etwa 125 junge Leute aus verschiedenen pallottinischen Pfarreien und Schulen im Staat Kerala nahmen teil. Die zweitägige Zusammenkunft behandelte Themen wie Engagement und Leitung Jugendlicher in Pfarrei und Schule, die missionarische Berufung junger Menschen und den Ge- und Missbrauch sozialer Medien, Handys und Cyber-Kriminalität. Für jede Pfarrei/Schule wurde ein Ausführungsorgan gebildet, das helfen soll, den jeweils örtlichen Aktionsplan umzusetzen, der während des Treffens ausgearbeitet wurde, sowie das Wirken pallottinischer Jugend weiter zu entwickeln.

3. TREFFEN VON UAC LEITERN IN OŁTARZEW

Vom 8. bis 10. November 2013 trafen sich auf Einladung von P. Marek Chmielniak SAC und Sr. Anna Ozon SAC, dem Präsidenten und der Sekretärin der Vereinigung in Polen, Leiter und Leiterinnen von UAC-Gemeinschaften und für die Bildung Verantwortliche in Ołtarzew. Es waren 47 Teilnehmer: 5 Pallottiner-Patres, 9 Pallottinerinnen und 33 Laien, die 18 UAC-Gemeinschaften aus Polen, der Ukraine und Weißrussland repräsentierten. Neben UAC-Mitgliedern waren auch 2 junge Frauen einer Gruppe dabei, die sich in Vorbereitung auf ihren Anschluss an die Vereinigung in Konstancin trifft, und 4 Leute einer Gemeinschaft von Familien aus Starogard Gdański, die den Wunsch hat, eine UAC-Ausbildung zu beginnen.

Am Samstag war das Hauptthema der Vormittagseinheit BILDUNG. Zuerst nahmen sich die Teilnehmenden Zeit zum Austausch darüber, wie Bildung in jeder Gemeinschaft stattfindet, welche Themen angesprochen werden und wie Exerzitien und Besinnungstage organisiert werden. Im zweiten Teil am Vormittag stellten Sr. Barbara Rohde SAC, die Verantwortliche für die Bildung in der UAC in Polen, und P. Mariusz Małkiewicz SAC, Direktor des St.-Vinzenz-Pallotti-Instituts in Konstancin, die Grundlagen und Prinzipien von Bildung in der UAC vor. Zum Schluss gab es Gelegenheit, über Schwierigkeiten zu sprechen und über Wege, diese zu lösen, sowie über die Bedürfnisse und Erwartungen der Kerngemeinschaften der UAC angesichts ihrer besonderen Verantwortung innerhalb der Vereinigung auch im Bereich der Bildung.

Am Nachmittag ging es um Zusammenarbeit in der Vereinigung auf lokaler Ebene. Gruppenarbeitstreffen erbrachten konkrete Initiativen, die in naher Zukunft angegangen werden sollen. Die Treffen boten eine gute Gelegenheit, dass diejenigen, die nahe beieinander leben, sich kennen lernten und sahen, was gemeinsam getan werden kann. Es war ein praktischer Versuch, Lokale Koordinationsräte zu schaffen und zu zeigen, warum ihre Einrichtung wirklich sinnvoll ist.

Die dritte und letzte Einheit am Sonntagvormittag war der FAMILIE gewidmet und fand als Workshop statt, der von Iza Owczaruk geleitet wurde, einer Psychologin, die Laienmitglied der UAC ist. Unter anderem half der Workshop, die Bedürfnisse von Familien zu skizzieren und Verständnis dafür zu schaffen, wie jede Gemeinschaft und die Vereinigung insgesamt Familien unterstützen kann und sollte.

Treffen am Abend gaben Gelegenheit zu Integration und Interaktion, wie sie auch der Information zum Leben der Vereinigung in Polen und weltweit dienten. Alle Teilnehmenden hoben am Ende hervor, dass solch ein Erfahrungsaustausch, einander kennen zu lernen und Beziehungen aufzubauen, sehr wichtig war und die Möglichkeit gab zu erleben, dass die UAC eine wirkliche Vereinigung ist, wo alle Mitglieder „eins“ sind. Es wurde auch der Wunsch und die Hoffnung geäußert, dass solche Treffen in Zukunft, wenigstens einmal jährlich, fortgesetzt werden.

4.  Wir beten für:

  • alle, die von den jüngsten Naturkatastrophen in den Philippinen, Vietnam, USA, Sardinien und anderswo betroffen sind.
  • alle, die unter den Auswirkungen von Krieg und Gewalt leiden, u.a. in Nigeria, Mosambik, der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, Ägypten, Syrien, dem Libanon, Irak, dem Heiligen Land und Afghanistan.
  • dass die unterschiedlichen Epiphaniefeiern in verschiedenen Ländern, u.a. in Deutschland, Brasilien und Italien, Frucht bringen und eine konkrete Antwort auf die Überzeugung des heiligen Vinzenz wächst: „Um die Heilspläne Gottes und die Absichten der hl. Kirche zu unterstützen, ist es unserem Werk eigen, diese hl. Woche mit aller nur möglichen Feierlichkeit zu begehen nicht nur in der Kirche, wo die Vereinigung errichtet ist, sondern, wenn möglich, in der ganzen Welt, in allen religiösen Gemeinschaften jedweder Art und in allen katholischen Familien“ (OOCC I, S. 339).

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)