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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns, Euch in diesen Nachrichten eine Zusammenfassung des Prozesses vorzulegen der zur kirchlichen Anerkennung der Vereinigung führte; sie ist erstellt aus dem 2004 von der Vereinigung herausgegebenen Text „Das Charsima des hl. Vinzenz Pallotti. Ursprung, Entfaltung, Identität“. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der Vereinigung.

1. Der Prozess, der zur kirchlichen Anerkennung für die Vereinigung führte

Vor zehn Jahren, am 28. Oktober 2003 wurde die Vereinigung des Katholischen Apostolates vom Päpstlichen Rat für die Laien (PCL) als internationale öffentliche Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts anerkannt. Es war ein langer Prozess bis dahin. Zum Jahrestag erinnern wir an die wichtigsten Schritte.

Gleich nachdem die UAC 1835 ins Leben trat, bat Vinzenz Pallotti den damaligen Kardinalvikar von Rom, Carlo Odescalchi, um den oberhirtlichen Segen, der am 4. April 1835 erteilt wurde. Damit war eine erste kirchliche Anerkennung gegeben. Dann gewährte Papst Gregor XVI. am 11. Juli 1835 dem Werk seinen Segen.

Am 25. März 1838 überließ die Päpstliche Unterstützungskommission der Vereinigung per Vertrag das Fuccioli-Kolleg, wodurch sie implizit von der Kirche als öffentliche rechtsfähige Vereinigung für das Bistum Rom anerkannt wurde. Doch obwohl die Vereinigung kirchlich approbiert war, wurde ihr Programm bald als eine Anmaßung empfunden. Die Vereinigung sollte im Juli 1838 sogar aufgelöst werden, aber das Auflösungsdekret wurde nicht ausgestellt, weil es Pallotti gelang, Papst Gregor  umzustimmen.

Die Gesamtgründung Pallottis konnte sich zu seinen Lebzeiten auch wegen der kirchlichen und kirchenrechtlichen Voraussetzungen seiner Zeit nicht voller entfalten. Daher suchte er zunächst für die Priester- und Brüdergemeinschaft die kirchliche Approbation, als sich diese zusammen mit der Schwesterngemeinschaft in den folgenden Jahren innerhalb der Vereinigung entwickelte. Es war Pallottis feste Überzeugung, daß diese Gemeinschaften erforderlich waren, um die Ausbreitung der Vereinigung sicher zu stellen.

Diese Situation blieb im wesentlichen bis zum Vaticanum II unverändert. Im April 1854 ordnete Papst Pius IX. an, den Titel in „der Missionen“ zu ändern. Danach waren die Gemeinschaften zunächst bestrebt, kirchlich anerkannte Satzungen zu erreichen. Die Pallottinerinnen erlangten 1886 eine erste Approbation, die Pallottiner 1894 und die Missionspallottinerinnen 1901. Erst im Juni 1947 wurde es möglich, den ursprünglichen Titel „Katholisches Apostolat“ wieder zu verwenden.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ergab sich die noch nie dagewesene Möglichkeit, die Vereinigung in ihrer ganzen Fülle zu realisieren. Die Präambel zum Gesetz der Gesellschaft des Katholischen Apostolates, welche von einer Kommission im Auftrag des XII. Außerordentlichen Generalkapitels der Pallottiner erarbeitet und von den meisten Gliedgemeinschaften übernommen wurde, war und bleibt ein dynamischer Impuls in den Bemühungen um die zeitgemäße Verwirklichung. Nach dem Jubiläumsjahr 1985 – in dem 150 Jahre des Bestehens der Vereinigung gefeiert wurden – wuchs die Überzeugung, dass nun die kirchliche Anerkennung gesucht werden sollte.

Ein erstes Arbeitspapier wurde im Februar 1995 veröffentlicht. Schließlich bat, nach einem langen Dialog innerhalb der pallottinischen Familie und drei Überarbeitungen dieses Papiers, im März 1999 der General-Koordinationsrat (GKR) den PCL um die gesamtkirchliche Approbation der Vereinigung des Katholischen Apostolates und die Bestätigung des Generalstatutes. Der Brief des GKR wurde dem PCL am 8. März 1999 übergeben. In seiner Antwort stellte Erzbischof Stanisław Ryłko, Sekretär des PCL, die Frage, ob der PCL das kompetente Dikasterium des Apostolischen Stuhles sei, um die eventuelle Anerkennung der Vereinigung des Katholischen Apostolates vorzunehmen und deren Statuten zu approbieren. Der GKR studierte sorgfältig diesen Brief und kam überein, dass es am besten wäre, um ein Treffen mit Erzbischof Ryłko zu bitten. Im nachfolgenden Dialog schlug Erzbischof Ryłko vor, dass die Vereinigung eine juridisch-geschichtliche Motivation erarbeite, um die Entscheidung des GKR zu begründen, weshalb er seine Bitte dem PCL unterbreitet.

P. Hubert Socha, Professor für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar, erklärte sich bereit, einen Entwurf zu erstellen, welcher dann Fachleuten im Kirchenrecht – innerhalb und außerhalb der UAC – unterbreitet wurde, die um ihre Meinung gebeten wurden. Anschließend studierte der GKR diese Kommentare und Vorschläge. Nach zwei Jahren beschloss der GKR schließlich, die „Motivation“ dem Apostolischen Stuhl zu unterbreiten. Mit Brief vom 25. Februar 2002 wurde diese geschichtlich-rechtliche Begründung dem PCL übergeben. Im Grunde beschreibt dieses Dokument, das mit wissenschaftlicher Genauigkeit erstellt ist, die Anfänge und die geschichtliche Entfaltung des Charismas des hl. Vinzenz Pallotti.

Am 07. März 2003 traf ein Brief des Apostolischen Stuhls mit der Mitteilung ein, dass die „Motivation“ angenommen sei und dass der PCL das zuständige Dikasterium wäre, um das Generalstatut der UAC offiziell zu approbieren. Sechs Monate später übermittelte der PCL die Nachricht, dass er die Vereinigung des Katholischen Apostolates als eine öffentliche, internationale Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts errichten und gleichzeitig die Statuten für fünf Jahre ad experimentum bestätigen werde. Dieses Dekret wurde am 28. Oktober 2003 unterzeichnet.

Während wir uns dankbar daran erinnern, dass dieser Prozess einen glücklichen Ausgang nahm, bleibt noch viel zu tun. Zehn Jahre später fordert uns Pallotti weiterhin auf: „Setzt euch so für die ... Ausbreitung der Vereinigung ein, wie wenn ihr alle von unserem Herrn Jesus Christus auserwählt wäret, ihre Gründer ... zu sein“ (OOCC III 29).

Der 10. Jahrestag der Errichtung der Vereinigung wurde in der ganzen pallottinischen Welt gefeiert. Am 26. Oktober zelebrierte in Rom der erste Generalkonsultor, P. Adam Golec SAC, die Dankmesse zum Jahrestag in der Kirche Spirito Santo dei Napoletani und predigte. Die Messe stand unter dem Thema „Wir suchen dein Angesicht, o Herr“. Zu Beginn des Wortgottesdienstes wurde die Heilige Schrift tanzend in einer Prozession zum Altar gebracht, wo P. Adam sie in Empfang nahm und sie für die Gemeinde in die Höhe hielt. Nach der anregenden Predigt legten zur großen Freude aller 9 Leute ihren Akt Apostolischer Verpflichtung ab, der vom Präsidenten des italienischen NKR, Corrado Montaldo, entgegen genommen wurde. Danach erneuerten alle Anwesenden ihren Akt Apostolischer Verpflichtung und nach den Fürbitten beteten alle das besondere Gebet zum 10. Jahrestag, abwechselnd in 2 Gruppen. Am Ende der Eucharistiefeier, bat P. Gilberto Orsolin jede und jeden Anwesenden, sich selbst dahingehend zu verpflichten, dass sie sich eines Menschen in Not freundschaftlich annehmen und ihn wenigstens eine Stunde jede Woche besuchen als konkretes Zeichen der Solidarität: ein Hinausgehen mit Christus zu denen an den Rändern der Existenz, wozu Papst Franziskus uns aufgerufen hat.

Nach der Messe gingen diejenigen, die konnten, direkt zum Petersplatz, um als pallottinische Familie präsent zu sein bei einem Treffen von Papst Franziskus mit Familien, das in Rom im Rahmen einer internationalen Familienwallfahrt an diesem Wochenende stattfand und vom Päpstlichen Rat für die Familien organisiert wurde.

„Nikodemus-Nacht“: Am 4. Oktober 2013 begann diese neue Initiative in der Kirche SS. Salvatore in Onda, dem geistlichen Zentrum der Vereinigung. Jeden Freitag Abend ist von 20.00 bis 22.00 Uhr Eucharistische Anbetung mit der Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Mitglieder der Vereinigung laden Menschen, die bei der Kirche vorbeigehen ein, hereinzukommen, eine Weile mit dem Herrn zu verbringen und eine Kerze in ihren Anliegen anzuzünden. Die Idee ist von einer ähnlichen Initiative der Pallottiner in der Tschechischen Republik übernommen, und bisher gibt es eine gute Resonanz von Mitgliedern und Freunden der Vereinigung, von Nachbarn und der Öffentlichkeit.

Änderung beim Personal im Generalsekretariat: Mit der Wahl des neuen Generalrats der Kongregation der Schwestern des Katholischen Apostolates im August hat Sr. Salete Maristella Cargnin CSAC ihre Zeit in Rom abgeschlossen und sie ist nach Brasilien zurückgekehrt. Sr. Carmel Therese Favazzo CSAC repräsentiert nun ihren Generalrat im Generalsekretariat. Wir wünschen Sr. Salete allen Segen und Freude in ihrer neuen Mission und danken Gott für ihr Zeugnis eines Lebens nach dem Evangelium in der pallottinischen Familie und für ihr Engagement, ihre Großherzigkeit und ihren Dienst vor allem im Generalsekretariat. Ein herzliches Willkommen Sr. Carmel Therese; wir wünschen ihr allen Segen und Erfüllung in ihrer neuen Sendung.

Die erste Nationalversammlung der Vereinigung in Indien fand vom 1.-4. Oktober 2013 im Pallottinischen Animationszentrum Nagpur statt. Es waren 58 Delegierte (Priester und Schwestern, die alle drei Kerngemeinschaften repräsentierten, und 18 Laien, unter ihnen 2 gottgeweihte Laiinnen) und 4 Beobachter (2 Zönakulumsschwestern und 2 Laien-Männer) aus verschiedenen Teilen des Landes. Es wurde Vorträge gehalten zum Hauptthema „Zusammen sind wir unterwegs, zusammen dienen wir“ (P. Vijay Thomas), „Pallottis Vision und die Bedeutung der UAC im Indischen Kontext” (P. John Peter Lazar), „Wiederbelebung des Glaubens und Neuentzünden der Liebe“ (P. Henry Angel) und „Zusammenarbeit und Herausforderungen in der Zusammenarbeit“ (P. Joshi Emmanuel). Die Wahlen der 7 NKR-Mitglieder (5 Laien, eine Schwester und ein Priester) fanden am 3. Oktober statt, das erste Treffen des neuen NKR nach Abschluss der Versammlung am 4. Oktober. Der neue NKR Präsident und Vizepräsident werden beim nächsten NKR-Treffen  vom 28. Februar bis 1. März 2014 gewählt (NKR-Treffen werden zweimal jährlich stattfinden).

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)