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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns sehr, Euch mit diesen Nachrichten eine Notiz über das Zimmer, die Kapelle und das Museum des heiligen Vinzenz Pallotti vorzulegen. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der UAC.

1.    RÄUME DES HISTORISCHEN ERINNERNS AN DEN HEILIGEN VINZENZ PALLOTTI IM SAC-GENERALAT

Die drei oben erwähnten Räume, die 2007 erneuert und neu geordnet wurden, sind im zweiten Stockwerk des Generalatshauses der Gesellschaft des Katholischen Apostolates in Rom. Als der heilige Vinzenz 1846 hierher kam, um im Haus zu leben, erhielt er nur zwei Zimmer, die er als Privatkapelle bzw. als Versammlungsraum nutzte. Wie wir heute wissen, war sein Zimmer tatsächlich zu jener Zeit ein Flur. Die Räume enthalten viele verschiedene Dinge, die in Beziehung zu Pallotti stehen; doch werden wir nur jene erwähnen, die uns eher persönlich und interessant erscheinen.

Beginnen wir mit dem Museum (zur Zeit Pallottis bereits das Beratungszimmer). Rechts vom Eingang ist ein Schaukasten: darin der Kapuzinerhabit, den der heilige Vinzenz viele Jahre lang nachts zum Schlafen trug, eine weiße Kasel, ein Kelch und ein Messbuch, sowie sein schwarzer Wollhabit mit Gürtel. Zentral an der rechten Wand steht die Gipsbüste des heiligen Vinzenz aus dem Zimmer Leo XIII., welche der Gesellschaft nach dem Tod des Papstes geschenkt wurde. Daneben ist der von Pallotti entworfene und erstellte Berg der Vollkommenheit, der durch den des hl. Johannes vom Kreuz inspiriert ist und in dem der heilige Vinzenz die zentrale Stellung der Liebe auf dem geistlichen Weg noch stärker hervorhob. Ein Schaukasten enthält verschiedene Gegenstände, die Pallotti gehörten, darunter sein Brevier, seine Bibel, das Kreuz mit Kette, das er bei Volksmissionspredigten brauchte, sein Rosenkranz, verschiedene Bußwerkzeuge und die originale violette Kasel und das Kreuz, womit er beerdigt wurde und welche nach der ersten Exhumierung für die kanonische Anerkennung 1906 aufbewahrt wurden. Ein weiterer Schaukasten enthält die Opere Complete (13 Bände) und die Briefe (8 Bände) des heiligen Vinzenz zusammen mit mehreren Biographien. Auf einem Schrank an der Wand zwischen den beiden Fenstern ist eine Bronzefigur des heiligen Josef, die Vinzenz als Geschenk von Kardinal Luigi Lambruschini erhielt. Ein Schaukasten auf der rechten Seite enthält die Original-Gipsmaske seines Gesichts, die unmittelbar nach seinem Tod gemacht wurde, den Gipsabdruck seiner Hände und die Kerze, die entzündet wurde, als er starb. Ein anderer auf der linken Seite enthält ein handgeschriebenes Mathematikheft und ein kleines Kästchen mit dem Bild der Mutter der göttlichen Liebe, das er am Handgelenk trug, so dass es anstelle seiner Hand geküsst werden konnte. Weitere Schaukästen an der linken Wand enthalten seinen Hut, seine Handschuhe, seinen Regenschirm, seinen Rasierer und seine Tasse, Schüssel, Besteck, Schuhe, sowie die langstielige Gabel und einen ebensolchen Löffel von der ehrw. Elisabetta Sanna.

In die Kapelle hineingehend finden wir über dem Originalaltar, wo der heilige Vinzenz oft die tägliche Messe feierte, ein großes Kruzifix aus Papiermaché. Darüber hängt schräg gegen die Wand ein großes Ölgemälde der Dreifaltigkeit auf Holz (schätzungsweise stammt es aus der Mitte des 19. Jahrhunderts), welches Gott Vater mit offenen Armen darstellt, hinter seinem Kopf das Dreieck, das die Dreifaltigkeit symbolisiert; der Heilige Geist ist als Taube dargestellt und darunter der Sohn in Form von Hostie und Kelch, die auf der Erdhalbkugel stehen. Alle drei göttlichen Personen hell strahlend. Die Form des Gemäldes lässt vermuten, dass das Holz ursprünglich das Kopfende eines Bettes war. Von besonderem Interesse sind auch die Bilder der Kreuzwegstationen, die Pallotti selbst oben an den anderen drei Wänden aufgehängt hat. An der rechten Wand gibt es ein Gemälde der Mutter der göttlichen Liebe, die der heilige Vinzenz sehr verehrte, und das er in Auftrag gab; es wurde wahrscheinlich durch den Künstler Serafino Cesaretti gemalt. An derselben Wand und an der Wand gegenüber dem Altar sind zwei beindruckende Gemälde der Kreuzigung: das erste verbindet das Kreuz mit dem Bild der Kelter, das andere stellt zwei gegensätzlich Welten dar: die für Christus offene Welt und die gegen ihn verhärtete Welt. Der letzteren wendet Christus seinen liebenden Blick vom Kreuz aus zu.

An der kleine Tür zu seinem Zimmer ist eine kleine Notiz angebracht, die besagt, dass der heilige Vinzenz die letzten Jahres seine Lebens hier verbrachte, das heißt von der Fastenzeit 1846 bis zu seinem Todestag am 22. Januar 1850. Darunter gibt es noch ein kleines Schild mit einer Liste verschiedener Orte, an dem mit einer kleinen Kette ein Pin befestigt ist: wenn Pallotti ausging, steckte er den Pin in ein Loch bei dem Ort auf der Liste, wo er zu finden war. In diesem kleinen Zimmer hörte er seit 1846 Priestern und anderen männlichen Pönitenten jeder sozialen Herkunft und jeden Berufes Beichte. Wenn wir in den Raum hineingehen, gibt es sofort an der Wand auf der linken Seite die Betrachtungen (31 Punkte) des heiligen Vinzenz über die Eucharistie für jeden Tag des Monats, sowie eine Passionsuhr (24 Punkte). Im Teil des Raumes auf der rechten Seite gibt es einen Schreibtisch mit Intarsien aus seinem Elternhaus, darüber eine Gemälde, das Maria als Miterlöserin darstellt. Ein großes Gemälde darüber, „Pietà“ genannt, stellt die Schmerzensmutter dar. An den Wänden hängen verschiedene andere Bilder, die Vinzenz Pallotti gehörten, darunter das des heiligen Vinzenz von Paul, des heiligen Franz Xaver, der Begegnung zwischen den Heiligen Franz von Assisi und Dominikus und das des heiligen Benedikt Josef Labre (der Bettler Gottes genannt), den der heilige Vinzenz sehr verehrte. Im linken Teil des Raumes ist ein zweigeteilter Schrank, der in der Mitte Raum für eine Kniebank und eine Darstellung des Kalvarienberges lässt, welche der Überlieferung nach von Pallotti persönlich gestaltet wurde: sie besteht aus einem Holzkreuz mit dem Corpus eines blutüberströmten Christus, flankiert von zwei leeren Holzkreuzen und mit einem Gemälde des Kalvarienberges im Hintergrund. An das mittlere Kreuz geheftet ist Pallottis handgeschriebene Inschrift in Latein, Griechisch und Hebräisch: „Jesus der Nazarener, der König der Juden“ (vgl. Joh 19,19-20); darunter schrieb er einige Entschlüsse hinsichtlich seines geistlichen Lebens, die er 1816 fasste. Der Sockel, auf dem die Knie ruhen, ist schräg geneigt, um vom Schlaf abzuhalten. Pallotti verbrachte viel Zeit im Gebet vor diesem realistischen Kalvaria, was ihm half, die Leiden Christi zu meditieren. Daneben ist ein Bücherschrank, der einige von Pallotti benutzte Bücher enthält, u.a. eine lateinische Bibel in 6 Bänden. An der Wand hängen verschiedene Bilder, welche von ihm verehrte Heilige darstellen, wie den heiligen Franz von Assisi, den heiligen Stanislaw Kostka usw. Zwei Gemälde von besonderer Bedeutung sind die Madonna mit Kind, „Unsere Liebe Frau vom Kostbaren Blut“ genannt, und die Bleistiftzeichnung eines Portraits von Pietro Paolo Pallotti, die Pallotti selbst von seinem Vater anfertigte mit der handschriftlichen Notiz des Heiligen. Pallottis kleines Bett, auf welchem er im Augenblick seines Todes lag, ist ebenfalls hier – mit Laken und Bezügen jener Zeit. Das Bett ist aus einem großen Stuhl gemacht, über den ein grober Strohsack gebreitet ist, welcher von den Ärzten in seiner letzten Krankheit aufgenötigt wurde. Er ist mit einem Laken und einer groben gewöhnlichen Steppdecke seiner Zeit bedeckt. Auf diesem Bett hat er seine letzten Augenblicke verbracht und von hier gab er seinen geistlichen Kindern seinen letzten Segen: „Die Kongregation wird von Gott gesegnet sein und sich entfalten. Das sage ich euch, nicht weil ich Vertrauen, sondern weil ich Gewissheit habe!“ Mehr als einen Monat lang erlebten mehrere Leute nach seinem Tod eine Balsamgeruch im Zimmer, der auch von Mons. Angelini, zu jener Zeit ziviler Statthalter des Vikariates von Rom, attestiert wurde.

2. GRATULATIONSBRIEF AN PAPST FRANZISKUS UND DIE ANTWORT AUS DEM VATIKAN

Am 18. März wurde der folgende Gratulationsbrief im Namen der ganzen Vereinigung des Katholischen Apostolates an den neu gewählten Papst Franziskus geschrieben: Lieber Papst Franziskus, die vom römischen Priester Sankt Vinzenz Pallotti gegründete Vereinigung des Katholischen Apostolates mit ihren Ordens- und Laienmitgliedern freut sich sehr, Ihnen anlässlich Ihrer Wahl zum Bischof von Rom und zum Hirten der ganzen Kirche einen Gruß zu senden und unsere tiefe Freude über dieses Geistgeschehen auszudrücken. Im Namen der ganzen Vereinigung sprechen wir unsere besten Wünsche für ein heiliges und fruchtbares Pontifikat aus, dem wir uns ab sofort mit jener Liebe und Leidenschaft verbinden, die Sie bereits gezeigt haben. Wir erbitten die beständige und andauernde Führung des Heiligen Geistes für jeden Augenblick Ihres Lebens und versichern Sie unseres inbrünstigen Gebetes und unserer Gemeinschaft. Unser heiliger Gründer, den Sie durch seine Söhne und Töchter in der Erzdiözese Buenos Aires gut kennen, hat uns ein großes geistliches Erbe und ein „mutiges“ Charisma hinterlassen: „Den Glauben wieder beleben und die Liebe neu entzünden“. Mit der Gnade Gottes werden wir weiterhin diesem Charisma treu sein, in Gemeinschaft mit der Kirche und unter Ihrer Führung. Bitte nehmen Sie von uns als Ihren Kindern unseren herzlichsten Gruß entgegen. In Verbundenheit, P. Jeremiah Murphy SAC, Präsident; P. Rory Hanly SAC, Generalsekretär.

Am 29. Mai 2013 wurde die folgende Antwort aus dem Vatikan geschickt: Papst Franziskus hat sich über die herzlichen Glückwünsche gefreut, die Sie an ihn, zusammen mit P. Rory und auch im Namen der pallottinischen Familie, anlässlich seiner Wahl auf den Stuhl Petri gesandt haben. Indem er seine tiefe Dankbarkeit für diese Geste treuer Ehrerbietung zum Ausdruck bringt, mahnt Seine Heiligkeit, weiterhin für ihn als Person und für seinen universalen Dienst zu beten. Und indem er auf jede und jeden die Fülle der Gaben des Herrn und den besonderen Schutz der Jungfrau Maria herabruft, freut er sich, den Apostolischen Segen zu erteilen und ihn gerne auf alle Lieben auszudehnen. Ich nutze diese Gelegenheit, meine Gefühle hochachtungsvoller Wertschätzung zu bekräftigen. Ihr im Herrn ergebenster Mons. Peter B. Wells, Assessor.

3. JAHRESVERSAMMLUNG DES NATIONALEN KOORDINATIONSRATES DER VEREINIGUNG IN DEUTSCHLAND

Der Deutsche NKR traf sich zur jährlichen Vollversammlung vom 14. – 16. Juni 2013 im Institut der Gesellschaft in Friedberg.

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)