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Liebe Schwestern und Brüder in der Vereinigung,

wir freuen uns sehr, Euch mit diesen Nachrichten eine Betrachtung über die Beziehung zwischen dem heiligen Vinzenz und der Einsiedelei von Camaldoli in Frascati vorzulegen. Dazu gibt es andere Nachrichten aus der UAC.

1. Der hl. Vinzenz und Camaldoli

Die Einsiedelei von Camaldoli, 1607 gegründet, liegt fünf Kilometer von Frascati, Rom entfernt, an den Abhängen des Tuscolanischen Hügels. Die Kirche (1611) ist dem hl. Romuald, dem Gründer des Ordens, geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte behielt die Einsiedelei eine große Anziehungskraft für Pilger, da sie die Aufmerksamkeit des römischen Adels auf sich zog und von wichtigen Persönlichkeiten in der römischen Kurie als Ort des Rückzugs gewählt wurde.

Von 1820 an zog Vinzenz sich gern – sogar mehrmals im Jahr – in diese heilige Einsiedelei zurück, um seine körperlichen und geistlichen Energien aufzuladen. Viele Einsiedler hatten ihn zum geistlichen Begleiter und drängten ihn oft, ihnen Vorträge und Exerzitien zu halten. Er nannte diese Einladungen „kostbare Gaben vom Himmel.“

Im Sommer 1839 nötigte ihn, nach schwerem Bluthusten, Papst Gregor XVI. selbst, in Camaldoli auszuruhen. Der heilige Vinzenz nutzte diese „erzwungene Ruhe“, die „Regel der Pia Casa di Carità“ (OOCC VI, 246-431) zu schreiben, die „Regel für die Häuser der Zurückgezogenheit der Gesellschaft“ und „den allgemeinen Plan des Katholischen Apostolates“ (vgl. OOCC III, 25-26).

Er erhielt in der Einsiedelei viele Briefe und vermittelte vielen Menschen durch seine Antworten Ermutigung und Zuversicht. Am 15. Juli 1839 schrieb er an Curzio Alippi: „Also, Mut in Gott“ (OCL III, 47); am 17. Juli 1839 an Filippo Mancini: „Suchen Sie nur Gott in allen Dingen, und Sie werden Ihn finden. Wer Gott gefunden hat, dem fehlt nichts ... Beten Sie ... für mich in meinem äußersten Bedürfnis nach einer universalen Flut der Barmherzigkeit Gottes“ (OCL III, 48f); am 22. Juli 1839 wiederholte er an C. Luigi Morichini: „Schulen, die unter dem Schutz der seligen Jungfrau Maria und ihrer Aufsicht stehen, sind kein Gegenstand meiner Not, sondern meiner Freude“ (OCL III, 61); im Juli 1839 sagte er Sr. Gertrude: „... Um die Wahrheit zu sagen, trotz meiner unbegreiflichen Unwürdigkeit ... Undankbarkeit ... lässt er mich die unendliche Barmherzigkeit erfahren ... um aus mir ein Wunder seiner Barmherzigkeit zu machen ...“ (OCL III, 89). Er schrieb viele andere Briefe.

Pallotti hielt sich in Camaldoli vom 28. November bis 4. Dezember 1847 auf, um den Einsiedlern und P. Melia Exerzitien zu geben (OOCC X, 252).

Andrea Castrati (1794-1878), Br. Benedetto, war einer seiner Mitarbeiter und, diente in der Einsiedelei während der Messe, die Vinzenz feierte. Nach seinem Tod schrieb er über ihn eine außergerichtliche eidesstattliche Aussage: „er nahm sich meiner Seele mit großer Sorge an (...) und da er immer wünschte, einen Ordensmann aus mir zu machen, leitete er mich und strebte danach, mich zum Camaldulenser zu machen“.

Unter den sieben Briefen Pallottis an Br. Benedetto ist jener vom 22. Juli 1836, in dem er schrieb: „Allerliebster in Jesus dem Gekreuzigten, sucht Gott und ihr werdet Ihn finden. Sucht Ihn in allem und ihr werdet Ihn in allem finden. Sucht Ihn immer und ihr werdet Ihn immer finden. Auf diese Weise macht ihr euch bereit, Ihn durch alle Ewigkeit im Himmel zu betrachten, zu besitzen und zu genießen“ (OCL II, 126).

So schätzte auch P. Mariano Da Fermo, (1775-1854) ein Camaldulenser, Vinzenz für seine Predigt und geistliche Begleitung, und er versicherte: „Er behandelte die Erörterung des Glaubens mit einer Klarheit und einer Salbung, die uns alle erbaute und voller Bewunderung sein ließ. Passend brauchte er die Schrift und die Väter. Oft zitierte er das heilige Evangelium, und es schien ihm besondere Freude zu bereiten, die Worte des göttlichen Meisters wortwörtlich zu zitieren” (F. Amoroso, San Vincenzo Pallotti Romano, S. 375). „Pallotti schätzte ... auch ihn und empfand große Achtung für ihn, und er holte oft seinen Rat ein. Als in der tuscolanischen Einsiedelei die Konstitutionen der 1835 von ihm gegründeten Kongregation fertiggestellt hatte, unterbreitete er sie Don Mariano, so dass er sie begutachten konnte; er gab ihm dabei Vollmacht, die zu korrigieren und zu verändern.“ (Girolamo Dal Gal, Nel silenzio dell’Eremo il P. Don Mariano Da Fermo, S.116).

Antonio Toesca (1802-1881), einen Laienbruder, war ein wahres Spiegelbild der Heiligkeit des Gründers, den er in Camaldoli, nahe Frascati, traf, wo ihm als Holzfäller ein Auge durch einen ungeschickten Hieb verletzt wurde. Er bat Pallotti, als Laienbruder des Katholischen Apostolates zugelassen zu werden und trat 1848 in die Gesellschaft ein. Er starb 1881 mit neunundsiebzig Jahren und hinterließ auch den Priestern eine einzigartige Erinnerung an seine Tugenden.

Der heilige Vinzenz ging zum letzten Mal im August 1849 nach Camaldoli.

2. WAHLEN IN DER PALLOTTINISCHEN FAMILIE

NKR USA: Das jährliche Treffen des NKR in den Vereinigten Staaten fand statt am 12. und 13. April 2013 in Baltimore, Maryland. Es wurde dabei Bob Gay als Präsident und P. Greg Serwa SAC als Vizepräsident wiedergewählt. Christine Hanna und Jamine Truss wurden zur nationalen Sekretärin und nationalen Ökonomin ernannt, Aufgaben, die sie von Louise Gay bzw. Sr. Elisabeth Heptner SAC übernahmen.

NKR Schweiz: Der Nationale Schweizer Koordinationsrat wählte Frau Melanie Dähler als Präsidentin und erneut P. Erich Schädler SAC als Vizepräsident. Sr. Daniela Schumacher SAC wurde zur nationalen Ökonomin ernannt. Beatrice Herzog (APIS) und Vreni Tanner bleiben als weitere Mitglieder im NKR.

Die Eucharistinerinnen des heiligen Vinzenz Pallotti, Italien: Das Generalkapitel der Eucharistinerinnen des heiligen Vinzenz Pallotti fand statt vom 11.-20. März 2013. Am 19. März wurde Sr. M. Adalgisa Cammarata als Generaloberin gewählt, Sr. M. Anna G. Sardiello als Generalvikarin und Sr. M. Angelina Monaco, Sr. M. Margherita Casertano, Sr. M. Giovanna Cammarata sowie Sr. M. Giustina Gallantino als Generalrätinnen.

Wir wünschen all jenen, die zum Dienst in diesen verschiedenen Leitungspositionen in der pallottinischen Familie gewählt wurden, sowie allen, die ihren Dienst in diesen Aufgaben beendet haben, allen Segen und Inspiration. Möge der auferstandene Christus euch begleiten in eurer beginnenden Sendung für den weiteren Aufbau des Reiches Gottes in Kirche und Welt, im Geist des hl. Vinzenz Pallotti.

3. NEUE MITGLIEDER

Bilaspur, Chhattisgarh, Indien: 30 Laien, einschließlich 9 junger Erwachsener, haben am 13. April 2013 im Shanti Niwas Erneuerungszentrum, Bilaspur, Chhattisgarh, Indien, ihren Akt Apostolischer Verpflichtung abgelegt, um volle Mitglieder in der Vereinigung zu werden.

Wadowice, Polen: Am 17. März 2013 wurden während der Messe, die im Noviziatshaus der Gesellschaft in Wadowice gefeiert wurde, 11 Personen, die zur „Königin der Apostel“-Gemeinschaft gehören, in die UAC aufgenommen, indem sie ihren Akt Apostolischer Verpflichtung in Anwesenheit von Herr Marek Kalka, ein Mitglied des polnischen NKR, ablegten.

4. HUNDERTJAHRFEIER DER MISSIONSPALLOTTINERINNEN, BELIZE – 'DANKBAR FÜR DIE VERGANGENHEIT, HOFFNUNGSVOLL FÜR DIE ZUKUNFT'

Glückwünsche an die belizianische Provinz der Missionspallottinerinnen, die ihre 100-jährige missionarische Präsenz in Belize feiern. Die Hundertjahrfeier wurde am 10. März 2013 offiziell in der St. Josephs Schule in Belize City mit einer Eucharistiefeier in Konzelebration eröffnet. Ihr stand der Ortsbischof Dorick Wright vor, dem sein Weihbischof Christopher Glancy assistierte. An der Eingangsprozession nahmen Schwestern, Klerus und Unio-Laienmitglieder teil, zusammen mit 100 Schülerinnen der Pallotti High School, die je eine Kerze trugen, welche eines der hundert Jahre des Gebetes, Opfers und Dienstes symbolisierte. 100 Luftballons wurde am Ende der Messe losgelassen. Danach konnten alle die typisch belizianische  Gastfreundschaft genießen. Am 17. März gab es ein Nachspiel der Ankunft der Schwestern an genau diesem Tag vor 100 Jahren - mit zwei kleinen Booten im westlichen Bezirk Cayo, gefolgt von einem Tag der Feier und Gastfreundschaft. Bilder sind zu sehen unter:

http://pallottine-missionaries-rome.com/en/photo-gallery/view/5.html und unter:

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.490309984349740.1073741831.151749274872481&type=1

5. BITTE BETET FÜR:

  • Ø das jährliche Treffen des General-Koordinationsrates der Vereinigung des Katholischen Apostolates vom 11. bis 15. Mai 2013 in Rom – dass die Mitglieder inspiriert werden, fruchtbare Entscheidungen zu treffen, die helfen, das Leben der Vereinigung in konkreter und dynamischer Weise zu fördern, auf dass die pallottinische Familie immer mehr inspiriert werde, das Ihrige ganz zu tun im Dienst der Sendung Christi in Kirche und Welt, und besonders unter den Armen.
  • Ø die Opfer der jüngsten Katastrophen, einschließlich der Überschwemmung in Argentinien, des Erdbebens in China, im Iran und in Pakistan, des Gebäudeeinsturzes in Bangladesh, der Explosion in Texas, und für die Opfer der Gewalt, einschließlich derer in Boston, Seattle, Nigeria, Syrien, dem Irak, sowie so viele andere in unserer leidenden Welt. Wir beten um Frieden und Versöhnung und wahre Achtung und Förderung der Würde eines jeden Menschen.

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)