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Örtliche Veranstaltungen

UNSERE ROMFAHRT IM JANUAR 1963

Einige Erlebnisse sind mir noch gut in Erinnerung, wenn ich an die Romfahrt zur Heiligsprechung unseres Stifters, des hl. Vinzenz Pallotti denke. Ich will versuchen, sie in Worte zu fassen:

1. Von den Kirchen, die wir besucht haben, hat mich am meisten die Basilika Maria Maggiore beeindruckt.. Das große Mittelschiff vor mir, ohne Bänke oder Stühle; es war ein überwältigender Eindruck!

2. Die Feier der Heiligsprechung im Petersdom: Als Papst Johannes XXIII. in die Basilika hineingetragen wurde, sangen alle das Credo. Dieser Augenblick hat mich sehr bewegt.

3. Ich war glücklich das „ich glaube“ mit allen Anwesenden voller Überzeugung singen zu können, ich war so froh dazu zu gehören, und ich  fühlte mich mit Gott und der ganzen Kirche tief verbunden.

4. Als der Papst feierlich das Dokument der Heiligsprechung verlas, gingen seine Worte mir tief zu Herzen und ins Ohr. Seine liebenswürdige, melodische Stimme habe ich noch bis heute in meinem Ohr als er sagte “Vincenzo Pallotti“!

5. Der Besuch des Zimmers von Vinzenz Pallotti war für mich einer der Höhepunkte unseres Aufenthaltes in Rom.

6. Während einer Feier in San Salvatore in Onda kniete ich ganz hinten links in der Kirche, die übervoll war. Ich schaute zur Statue des Schmerzensmannes – Jesus mit der Dornenkrone – hinauf. Es war mir als würde ER zu mir sagen: „Bleibe deiner Berufung treu“!

7. Eine große Freude war es auch für mich, unsere internationale Gemeinschaft zu erleben. Gewöhnlich setzte ich mich bei Tisch oder im Bus zu den Schwestern aus unseren anderen Ländern. So hatte ich Gelegenheit, mein Schulenglisch zu praktizieren. Allerdings tat es mir leid, dass mir die Worte für einen tieferen Austausch auf spiritueller Ebene fehlten.

8. P. Karl Heinen SAC, der damals in Rom studierte, führte unsere Gruppe bei einer Stadtbesichtigung. Auf dem Kapitol gab er uns einige Erklärungen. Es war sehr windig; er hatte einen runden römischen Hut auf, und ich dachte, gleich fliegt der Hut weg. Da hatte ich ihn schon in meinem Gesicht, und wir alle mussten lachen.

9. Ein anderes Erlebnis – so nebenbei – füge ich hier an. Wir stiegen vor der Kirche ’Zwölf Apostel’ aus dem Bus aus. Sr. Matthia, die Oberin von Bensberg, stand draußen vor dem Bus, und ich hörte wie sie sagte: „Ach, das ist Sr. Clementia“. (Nach der Rückkehr von Rom kümmerte ich mich gerade um meine Kleider, die mit in Rom waren, als Sr. Benigna mich fragte, ob ich für eine Versetzung nach Bensberg bereit sei. Da wusste ich, warum Sr. Matthia diese Bemerkung in Rom gemacht hatte. -)

10. Wir machten auch eine Fahrt nach Nettuno. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich damals das Meer. Sofort dachte ich, die Tiefe des Ozeans ist ein Symbol für Gott! Es beeindruckte mich tief und ich entferne mich kurz von der Gruppe für eine kleine Meditation. – Danach besuchten wir den großen Soldatenfriedhof in der Nähe. Hier ruhten Tausende junger Menschen, die in einem sinnlosen Krieg ihr Leben verloren hatten. Wir fanden auch das Grab von Sr. Gorettas Vater. Ich war sehr berührt von dem Meer von Kreuzen für diese jungen Männer, die dem Wahnsinn geopfert worden sind.

Sr. Clementia Burkard SAC

Limburg, Sept. 11, 2012

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Postkarte aus Rom an meine Familie in Frankfurt – Abschrift (Briefmarke abgerissen!)

(Vorderseite Kirche S. Salvatore in Onda – schwarz-weiß)

Rom am Fest der Hl. Agnes 1963

Meine Lieben, für alles, was wir Bisher in Rom erlebt haben, kann Ich noch keine Worte finden. Wie Unendlich gut ist doch Gott, dass Er Seinen Hl. Namen in Seinen Geschöpfen verherrlichen will, dass Seine Heiligkeit In uns widerstrahlen soll! Hier in Rom die Kirche, die Heilige! Zu erleben, die Einheit – es ist unbeschreiblich.

Heute hatten wir morgens hier in der Kirche des Erlösers, wo der Heilige Vinzenz Pallotti unter dem Altar liegt, hl. Messe. Hier kann man soviel Gnade für alle und für sich erhalten. Die Begegnung mit dem Heiligen, müsste uns heilig machen. Viele schöne Kirchen haben wir schon gesehen. Ich liebe diesen Basilikastil sehr. Morgen werden wir die zur Familie Pallottis gehören, Audienz beim Hl. Vater haben.

Natürlich habe ich für Euch alle und Eure Anliegen Gebetet. Alles andere werde ich dann zu Hause Berichten. Mittwoch fahren wir zur Hl. Maria Goretti.

In der Liebe Jesu u. Maria,

Eure Schwester M. Clementia

Habe ich es schon geschrieben? Es ist ja unsere Hochzeitsreise! Bin sehr glückl.

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)