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Nachrichten (Benedikt 16.)

BOTSCHAFT VON PAPST BENEDIKT XVI. ZUR FASTENZEIT 2013

Der Glaube an die Liebe weckt Liebe
„Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt“ (
1 Joh 4,16)

Liebe Brüder und Schwestern!

Die Fastenzeit gibt uns im Jahr des Glaubens die kostbare Gelegenheit, über die Beziehung zwischen Glaube und Nächstenliebe nachzudenken: zwischen dem Glauben an Gott, den Gott Jesu Christi, und der Liebe, der Frucht des Wirkens des Heiligen Geistes, die uns auf einem Weg der Hingabe an Gott und an unsere Mitmenschen leitet.

1. Der Glaube als Antwort auf die Liebe Gottes.

Schon in meiner ersten Enzyklika hatte ich einige Anhaltspunkte dargelegt, um auf die enge Verbindung zwischen diesen beiden theologalen Tugenden – zwischen dem Glauben und der Liebe – hinzuweisen. Ausgehend von der grundlegenden Aussage des Apostels Johannes: „Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt“ (1 Joh 4,16), erinnerte ich daran, daß „am Anfang des Christseins nicht ein ethischer Entschluß oder eine große Idee steht, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt. [...] Die Liebe ist nun dadurch, daß Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4,10), nicht mehr nur ein »Gebot«, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht“ (Deus caritas est, 1).

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Papst Benedikt XVI. tritt zurück

Papst Benedikt XVI. will zurücktreten. Das kündigte der 85-Jährige an diesem Montag überraschend bei einem Treffen mit Kardinälen an. Er sei „zur Gewißheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“, so der Papst wörtlich. Ab dem 28. Februar 2013, 20.00 Uhr, ist der Bischofsstuhl von Rom damit vakant, und ein neues Konklave steht am Horizont. Es ist der erste angekündigte Rücktritt eines Papstes in der Neuzeit. Nach seiner Ankündigung herrschte für einen Moment fassungsloses Schweigen unter den im Apostolischen Palast versammelten Kardinälen. Vatikansprecher Lombardi gab vor Journalisten bekannt, Joseph Ratzinger wolle sich in ein Kloster im Vatikan zurückziehen. Das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes wird im März stattfinden; es ist damit zu rechnen, dass den Kar- und Osterfeierlichkeiten in Rom bereits ein neuer Papst vorsteht.

Benedikt XVI. kündigte seinen Rücktritt auf Latein an. Hier ist der volle Text auf deutsch:


Liebe Mitbrüder!

Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewißheit gelangt, daß meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewußt, daß dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen. Im Bewußtsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so daß ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muß.
Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.

Aus dem Vatikan, 10. Februar 2013

www.radiovataicana.va

Es gefiel Gott, sich zu offenbaren

Für eine erneute Lektüre der Konstitution »Dei Verbum« - Poesie und Wahrheit im schönsten und anspruchsvollsten Dokument des II. Vatikanischen Konzils

Über Dei Verbum nachzudenken bedeutet, die gesamte Geschichte des II. Vatikanischen Konzils durchzugehen. Diese Dogmatische Konstitution war bereits seit den ersten Konzilsmonaten Gegenstand der Beratungen der Konzilsväter, sie begleitete deren Arbeiten drei Jahre lang und wurde fast einstimmig am Schluß der Konzilsversammlung am 18. November 1965 gebilligt. Ja, ich zögere keineswegs zu erklären, daß wir es hier mit dem schönsten und anspruchsvollsten Dokument des Konzils zu tun haben. Das schönste, weil es die Wahrheit der Lehre – die mit ihrem präzisen Sprachgebrauch selten geneigt ist, sich in plastische Bilder übersetzen zu lassen – zu verbinden wußte mit Formulierungen hoher Dichtkunst. Das anspruchsvollste Dokument, da verschiedene Teile seines Inhalts nach Jahrhunderten der theologischen Diskussion zu einer klaren Ausformulierung kommen, die den vollbrachten dogmatischen Fortschritt unterstreicht.

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Es gibt weder Widerspruch noch Trennung zwischen Glaube und Nächstenliebe

In seiner Botschaft zur Fastenzeit erinnert der Papst daran, daß alles von der Liebe ausgeht und zur Liebe hinstrebt

Glaube und Nächstenliebe können niemals voneinander getrennt oder gar in Widerspruch zueinander gesetzt werden. Denn im Leben des Christen »geht alles von der Liebe aus, und alles strebt zur Liebe hin«, wie der Papst in seiner Botschaft zur Fastenzeit ausführt, Freitag, 1. Februar, veröffentlicht wurde. Der Papst schreibt: »Die bedingungslose Liebe Gottes hat sich uns durch die Verkündigung des Evangeliums kundgetan. Wenn wir das Evangelium glaubend annehmen, so erhalten wir jene erste und unerläßliche Verbindung zum Göttlichen, die bewirken kann, daß wir uns ›in die Liebe verlieben‹, um dann in dieser Liebe zu leben und zu wachsen und sie mit Freude an unsere Mitmenschen weiterzugeben.«

Aus dieser Perspektive ist der Dienst am Nächsten »nicht mehr ein sozusagen von außen auferlegtes Gebot,« sondern vielmehr eine »Folge ihres Glaubens, der in der Liebe wirksam wird«. Diese Haltung entspringt in den Christen »vor allem dem Bewußtsein, daß der Herr  uns liebt, vergibt und sogar dient.«

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)