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Herzlichen Dank! Ich bin wirklich berührt! Und ich sehe, dass die Kirche lebt! Papst Benedikt XVI

Tausende Pilger aus der ganzen Welt kamen auf den Petersplatz. Unter ihnen waren auch die Missionspallottinerinnen von den drei Gemeinschaften in Rom. Früh am Morgen schon waren wir vor dem Petersdom, um Vigil zu halten in Gemeinschaft mit der lebendigen Kirche, die heute dem Heiligen Vater aus ganzem Herzen für seine Liebe, Hingabe und seinen Dienst dankte.

Während wir auf die Ankunft des Papstes warteten, staunten wir über den blauen Himmel und freuten uns über das strahlende Sonnenwetter. Über unseren Köpfen wurden die Flaggen vieler Länder geschwungen und Transparente, die Gefühle der Liebe und der Dankbarkeit in verschiedenen Sprachen zum Ausdruck brachten, z.B.: „Tu es Petrus“, „Wir fühlen uns nicht allein gelassen, sondern gestärkt“, „Wir Jugendlichen lieben dich“, „Du bleibst immer in unseren Herzen“, „Wir danken dir, Heiliger Vater“, „Wir werden dich vermissen“, „Pozostaniesz zawsze w naszych sercach”.

Im Warten auf den Petrus unserer Tage spürten wir die Atmosphäre dieses Ereignisses, die von den auf dem Platz versammelten Menschen ausging. Sie sangen, beteten, weinten, aber vor allem dankten sie Gott für acht Jahre eines reichen Pontifikats des Papstes. Zusammen mit unserer Generaloberin begrüßten wir begeistert unseren Papst, der in seinem Papamobil durch die abgetrennten Blöcke fuhr, die Menschenmenge begrüßte und sie segnete. Wir fühlten uns geehrt, dass wir an diesem einzigartigen Ereignis teilnehmen durften, das wahrlich historisch, aber auch eine sehr persönliche Erfahrung für uns war.

Sicher haben alle von uns die inhaltsreichen Worte gehört, die in dieser letzten Audienz gesagt wurden. Sie tragen in sich eine tiefe Botschaft und Wahrheit über sein Pontifikat, das so sehr von seinem Zeugnis der Liebe zu Christus und Seiner Kirche geprägt war. Im Folgenden fügen wir einige wenige Zitate an, die sein persönliches Credo zum Ausdruck bringen:

Benedikt XVI sprach von seinen Gedanken im Augenblick seiner Wahl im Konklave am 19. April 2005: “Herr, um was bittest du mich? Es ist eine große Last, die du mir auf die Schultern legst, aber wenn Du mich bittest, dann will ich auf Dein Wort hin die Netze auswerfen, in der Gewissheit, dass du mich leiten wirst.” Bei diesen Worten fühlten sich alle so eng mit unserem Papst verbunden. Er betonte auch, dass es auf dem Weg der Kirche, den er als Nachfolger Petri gegangen ist, Momente der Freude und des Lichts, aber auch schwierige Momente gegeben habe.   -  Immer – wer das Petrusamt annimmt, hat kein Privatleben mehr. Er gehört immer und ganz allen, der ganzen Kirche. Sein Leben wird sozusagen ganz entprivatisiert.

Über die heutigen Massenmedien konnte die ganze Welt diese schönen und berührenden Worte hören, in denen der Heilige Vater versicherte, dass er das Kreuz nicht verlässt, sondern in einer neuen Weise dem Gekreuzigten Herrn nahe bleibt. Wie stark waren diese Worte, besonders für jene, die anders über das Papsttum denken. Der Heilige Geist gibt der Kirche Kraft, Licht und Frieden, so dass die Pforten der Unterwelt sie nicht überwältigen werden (Mt 16,18). Die Worte des Papstes werden in unseren Herzen bleiben und uns die Gewissheit geben: Gott leitet Seine Kirche, er trägt sie immer und besonders in schwierigen Zeiten. Wir wollen nie diese Sicht des Glaubens verlieren, die die einzig wahre Sicht ist vom Weg der Kirche und der Welt.

Bewegt von dieser Atmosphäre verabschiedete sich Papst Benedikt von den Pilgern und dankte ihnen für ihre spirituelle Unterstützung und das Gebet während seines Pontifikats. Er ermutigte uns, das Vertrauen in den Herrn zu erneuern, uns wie Kinder den Armen Gottes anzuvertrauen. Er wünschte auch, dass wir uns von Gott geliebt fühlen, der uns seinen geliebten Sohn schenkte und uns seine grenzenlose Liebe zeigte.

Gestärkt von dieser außergewöhnlichen Erfahrung mit Papst Benedikt XVI wollen wir stark bleiben im Glauben (vgl. 1Kor16,13) und Seine Heiligkeit mit unseren Gebeten in Liebe begleiten.

Arrivederci Santo Padre e grazie tante!

Sr. Beata Matuszewska SAC

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)