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Mk 11,27-33

1. Ein kontrastierendes Evangelium. In diesem Abschnitt des Evangeliums sehen wir eine Haltung Jesu, die im Rest der Evangelien nicht üblich ist. Der Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten kommen, um Jesus etwas zu fragen, und er will ihnen nicht antworten. Es ist wahr, dass es eine Gruppe ist, die sich gegen Jesus stellt, aber auch bei anderen Gelegenheiten antwortet Jesus ihnen, zum Beispiel wenn sie ihn fragen, ob es rechtmäßig ist, Steuern an den Kaiser zu zahlen oder nicht. Bei dieser Gelegenheit gibt Jesus keine Antwort, er stellt ihnen einfach eine Bedingung, und als sie diese nicht erfüllen, sagt er ihnen in einer harschen Weise, dass er ihnen nicht antworten wird. Fragen wir uns: Was geht in dieser Szene im Herzen Christi vor? Warum ist Jesus so distanziert und trocken gegenüber seinen Gesprächspartnern?

2. Die Stolzen vor Christus. Christus hat bei einer anderen Gelegenheit darauf hingewiesen: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen“. Ein Kind stellt die Autorität seiner Eltern nicht in Frage; es ist einfach, das Kind gibt aufrichtige Antworten und es gibt sie sofort. Aber in dieser Gruppe von Hohepriestern und Schriftgelehrten sieht Jesus nur Arroganz, harte Herzen und Beharren auf den eigenen Urteilen. Mit den Stolzen verschwendet Christus keine Zeit, er hört ihnen zu, ja, aber er weiß, dass sie nicht auf ihn hören werden. In der Stunde seines Todes zeigt uns Jesus, dass er sie liebt und will, dass sie gerettet werden, und er bittet seinen Vater für sie: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

3. Demut; der Schlüssel zum Herzen Jesu. Die Evangelien sind voll mit Momenten, in denen Jesus viele Menschen willkommen heißt und alle ihre Gebete und Fragen beantwortet. Wir lesen von Jesus, der zu uns sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen“, oder zum blinden Bartimäus: „Was willst du, dass ich dir tue?“, der seinen Jüngern die Gleichnisse erklärt, seiner Mutter Maria in Kana ihre Bitte erfüllt und dem guten Dieb am Kreuz das ewige Leben schenkt. In all diesen Beispielen können wir sehen, dass der Schlüssel zum Herzen Jesu Demut und Glaube sind. Sie sind auch der Schlüssel, der uns erlaubt, unsere Herzen für Gottes Gnade zu öffnen. Ich kann es nicht alleine tun, ich bin nicht der Retter der Welt, mit meiner eigenen Kraft komme ich nicht aus meiner Realität der Sünde heraus. Aber mit Demut und Glauben mache ich für Gott den Weg frei, um in mir zu handeln. Ich werde weiterhin ein Sünder sein, aber ein erlöster und von Gott sehr geliebter.

Von Br. Andrés Poblete

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)