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Liturgisches

Ostersonntag

Joh 20,1-9

1. Es war noch dunkel. Maria Magdalena ging am frühen Morgen zum Grab und es war noch dunkel. Ich kann mir vorstellen, dass sie eine tiefe Sehnsucht erfüllte und dass sie die ganze Nacht getrauert und um Jesus geweint hatte. Als der Morgen nahte, war der Wunsch so groß, dass sie zum Grab eilte, einfach nur um ihm nahe zu sein. Als sie dort ankam, sah sie, dass der Stein weggenommen war. Was muss das für sie bedeutet haben? Das Grab war offen! Diese Tatsache musste sie sofort mit jemandem teilen und sie lief zu den Jüngern. Sie ging nicht, nein, sie lief, um die Nachricht weiterzugeben, dass der Herr nicht mehr im Grabe lag.

2. Der Respekt des Jüngeren vor Simon Petrus. Die beiden Jünger hörten die Nachricht, gingen aus dem Haus und auch sie liefen dann, um schnellstens mit eigenen Augen zu sehen, was ihnen berichtet wurde. Der Jünger, der zuerst am Grab ankam, konnte schneller laufen, daher wird er wohl „jünger“ gewesen sein. Er nutzt dies aber nicht aus, als er zuerst am Grab ankommt, sondern schaut nur kurz hinein und wartet dann respektvoll auf Simon Petrus, der nicht so schnell ist und hinter ihm herkommt. Begegne ich älteren oder langsameren Menschen auch mit Respekt und gebe ihnen den Vortritt, oder nervt es mich manchmal, wenn sie langsamer sind z.B. beim Autofahren, Gehen oder Sprechen? Respektvoller Umgang ist wichtig unter uns Menschen und hier sehen wir, wie das funktionieren kann. Sich hinten anstellen und warten, den anderen nicht ignorieren. Erst als Simon Petrus das Grab betritt, geht auch er mit ihm hinein.

3. Es lag zusammengebunden an einer besonderen Stelle. Wenn wir uns vorstellen, wie es in dem Grab wohl ausgesehen hat, dann mag es verwunderlich erscheinen, dass die Leinenbinden einfach so dalagen, aber das Schweißtuch zusammengebunden an einer besonderen Stelle. Hier scheint es, als ob man keine Eile gehabt hätte, das Grab zu verlassen. Es sieht nicht so aus, als ob jemand geflohen wäre bzw. sein Leichnam geraubt wurde. Denn wer macht sich schon die Mühe, den Leichnam aus den Tüchern zu wickeln und das Schweißtuch so speziell zusammenzulegen? Der Herr wollte den Jüngern damit etwas zeigen, beziehungsweise sie darauf hinweisen, dass das, was sie sahen, einen Sinn machte. Das erkannte denn auch der andere Jünger und glaubte.

Von Svenja Nonnenmacher

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)