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Liturgisches

Montag der zweiten Woche nach Weihnachten (7. Januar)

Mt 4,12-17.23-25

1. Jesus, unser Licht. „Denen, die im Schatten wohnten, ist ein Licht erschienen.“ Warum zieht Jesus ausgerechnet in das Gebiet von Sebulon und Naftali. Diese Namen erzählen eine Geschichte, die den Juden zur Zeit Jesu noch allzu vertraut war, eine tieftraurige Geschichte der Verzweiflung. 700 Jahre zuvor waren diese Stammesgebiete erobert worden. Es gab sie praktisch nicht mehr. Fremde wurden angesiedelt und ein Land, in dem man vorher an den Gott Israels geglaubt hatte, wurde praktisch wieder heidnisches Land. Der Glaube schien in diesem Gebiet tot zu sein, und die Angst vor der Gewalt der Mächtigen war groß. Das Gefühl von Aussichtslosigkeit war wohl sehr klar zu spüren. Doch gerade da, wo die Dunkelheit am größten ist, soll es hell werden. Gerade dort, wo jetzt der Glaube mit Füßen getreten wird, wo Verzweifelte nicht mehr aus noch ein wissen, wo Hoffnungslosigkeit herrscht, gerade dort beginnt neue Hoffnung sich zu zeigen (cf. Jes 9,1). Wo sehen wir in unserem Leben, in unserer Gesellschaft, in unseren Gemeinden Dunkelheit und Schatten? Glauben wir, dass Jesus gerade dort Licht sein will. Laden wir ihn in unser „Sebulon und Naftali“ ein.

2. Heilung. Das erste, was Jesus bewirkt, sind zahlreiche Heilungen. Jesus berührt Menschen, die unter den verschiedensten Gebrechen leiden, und macht sie wieder gesund. Die ganze menschliche Gebrochenheit kann er jedoch in diesem Leben nicht vollkommen von uns nehmen. Die Geheilten werden wieder einmal krank werden. Doch warum dann so viele Heilungen? Jede Heilung ist ein Zeichen, ein Zeichen, dessen, was er in unseren Seelen bewirken will. Alle sind wir krank in unseren Herzen. Jesus möchte das heilen, und er wird es tun, wenn wir ihn lassen, und diese Heilung vergeht nicht. Oftmals schenkt er uns äußerlich sichtbare Wunder, sodass wir seine Gegenwart, seine Güte und Allmacht nicht leugnen können. Doch vergessen wir nicht, dass die großen Wunder im Inneren des Menschen stattfinden. Auch wenn körperliche Heilung ausbleibt, ist er da. Er ist gut, für immer treu.

3. Nachfolge. Scharen von Menschen folgten ihm. Wer Jesus wirklich begegnet ist, wer sein Angesicht erkannt hat, wird ihm nachfolgen wollen. Wenn Jesus uns beschenkt, bleiben wir nicht einfach zufrieden stehen und bedanken uns. Ein Geschenk, eine Gnade von ihm zu erhalten, erweckt in uns immer den Drang, ihm nachzufolgen und sein Leben zu teilen. Wer Jesus von Angesicht zu Angesicht begegnet und wer von ihm berührt wurde, sehnt sich immer mehr nach ihm. Lassen wir diese Sehnsucht nicht erlöschen. Gehört diese Nachfolge nicht zum Wesen unseres christlichen Glaubens? Wir sind Christen, nicht etwa weil wir Gesetze erfüllen oder ein Kreuz um den Hals tragen. Wir sind Christen, weil wir Christus nachfolgen, jeden Tag. Wo wird er uns heute hinführen?

Von Sarah Briemle

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)