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Liturgisches

3. Januar in der Weihnachtszeit - Heiligster Name Jesu

Joh 1,29-34

1. Auch ich kannte ihn nicht. Zweimal betont Johannes: „Ich kannte ihn auch nicht.“ Jesus und Johannes waren gemeinsam aufgewachsen. Sie hatten Alltag miteinander erlebt. Sie hatten miteinander gespielt, Abenteuer erlebt und über die Schrift gesprochen. Und Johannes hatte ihn nicht als Messias erkannt. Er wusste, wie jedes jüdische Kind, dass der Messias kommen sollte, doch seine Vorstellungen waren wohl andere. Wie stellen wir uns den Sohn Gottes vor? Wie viele Menschen erkannten und erkennen ihn tatsächlich bis zu ihrem Lebensende nicht. Johannes macht uns hier auf eine wichtige Tatsache aufmerksam: Jesus in unserem Leben zu erkennen, ist ein Prozess, der Zeit erfordert. Wie oft habe ich Gott nicht erkannt und erkenne ihn jetzt? Wie blind bin ich doch sicher dann auch so oft im Jetzt. Wenn ich mich aber auf die Suche mache, werde ich ihn mehr und mehr erkennen. Wir können uns also mit Zuversicht auf den Weg machen. Gott will erkannt werden.

2. Echter Glaube. Es ist nicht Johannes´ eigene Errungenschaft, dass er Jesus erkennt. Er hat sich die Erkenntnis der Wahrheit nicht erarbeitet, sondern baut auf das Wort Gottes: Er, der ihn gesandt hat, würde ihm zeigen, wer der Sohn Gottes ist – so steht es in dieser Bibelstelle. Auf diesem Versprechen allein fußt sein Glaube. Worauf fußt mein Glaube? Auf intellektuellen Erkenntnissen? Auf meinen eigenen Erfahrungen? Kann ich Gottes Wort einfach vertrauen, nicht weil ich es immer verstehe, sondern weil ich weiß, von wem es kommt?

3. Gott im Unscheinbaren erkennen. Wie Johannes seinen Cousin lange nicht als Messias erkannt hatte, erkennen sicherlich auch wir seine Gegenwart oft nicht. Unser Herz muss Ausschau halten, um ihn zu erkennen. Und oftmals ist er nicht dort, wo wir ihn vielleicht suchen. Oftmals entspricht er nicht unseren menschlichen Vorstellungen und Erwartungen. Betlehem war sicher nicht eine Wunschvorstellung für Josef und Maria. Nazareth war keine Wunschvorstellung für das jüdische Volk. Golgota war keine Wunschvorstellung für die Jünger. Doch nur diejenigen, die Jesus in seiner unscheinbaren Gestalt erkannt hatten, durften dann auch Zeugen seiner Auferstehung sein. Wie begegnet mir Jesus in unscheinbarer Gestalt? Durch welche Ereignisse, welche Menschen, welches Wort?

Von Sarah Briemle

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)