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Mt 23,1-12

1. Das Herz eines Sohnes. Was trennt die Pharisäer vom Reich Gottes? - Ihr verstocktes Herz. Der Zugang zum Herzen der Pharisäer ist versperrt durch ihre Eitelkeit und Anmaßung, durch ihren Stolz und ihren Egoismus. Jesus lädt uns offen ein, nach den Geboten zu leben, nicht aber das Beispiel der Pharisäer nachzuahmen. Wir sollen das Herz weit machen für die Liebe Gottes. Deshalb betrachten wir heute drei Eigenschaften, die unser Herz braucht, damit Gott in diesem Herzen Frucht bringen kann und wir unseren Glauben wirklich und authentisch leben, weil Gott unser Herz mit Liebe erfüllt hat.Vor allem Anderen sind wir Söhne und Töchter eines Vaters im Himmel. Was macht das Herz eines Sohnes aus? - Dass es seinen Vater liebt und offen ist für das, was der Vater ihm mitgeben möchte. Ein Sohn oder eine Tochter sind zunächst einmal in der Position des Hörens. Gott Vater möchte nämlich das Gute für uns und deshalb begleitet er uns durch unser Leben und hilft uns, die Schwierigkeiten zu meistern und in der Liebe zu wachsen. Manchmal kann es sein, dass wir seine Fügungen und Führungen nicht verstehen, doch wir können darauf vertrauen, dass er das Ruder nicht aus der Hand gibt und uns immer näher zu sich führt. Ein Kind liebt seinen Vater, weil es von ihm Liebe empfangen hat. Die Liebe zum Vater ist sehr speziell und sehr tief. Der Vater zeigt seine Liebe durch seine Sorge und sein Handeln, die zum Wohl des Kindes führen. Durch ein Lob, eine Ermunterung oder auch durch eine Bestrafung. Denn er möchte, dass das Kind zum Guten erzogen wird. Genauso ist Gott Vater, nur dass er der perfekte Vater ist.

2. Ein brüderliches Herz. Jesus lädt uns dazu ein, uns nicht über die anderen zu erheben, sondern uns mit unseren Mitmenschen auf dieselbe Stufe zu stellen. Wir sind nicht besser oder schlechter als unsere Mitmenschen, denn jeder ist, so wie er ist, von Gott geliebt. Wir sind Brüder und Schwestern ein und desselben Vaters. Jeder Mitmensch kann uns etwas geben, eine Lehre, einen Rat, ein gutes Wort. Denn wir sind alle verschieden und jeder hat ein eigenes Talent, das einem andern von Nutzen sein kann. Deshalb sollen wir nicht voll Neid auf den Nächsten schauen, weil er vielleicht ein schöneres Auto oder mehr Erfolg am Arbeitsplatz oder im Studium hat, sondern dafür danken, dass er ein Talent hat, mit dem er uns und sein Umfeld bereichert. Genauso sollen wir nicht von oben herab auf unseren Nächsten schauen, weil er vielleicht mit einer Schwäche kämpft. Es ist nicht unserer Aufgabe, über den Nächsten zu richten, sondern wir sollen ihm, wenn es in unserer Macht steht, helfen, die Schwierigkeit zu überwinden. Und wenn wir nicht dazu in der Lage sind, dann können wir immer wenigstens für ihn beten.

3. Ein dienendes Herz. Zum Dritten lädt uns Christus dazu ein, ein dienendes und liebendes Herz zu formen. Das heißt, das Wohl des Nächsten zu suchen und nicht den eigenen Gewinn. Christus spricht sehr klar über diese Eigenschaft des Herzens. Wer der Erste sein möchte, der soll der Diener aller sein. Christus selbst geht uns beim letzten Abendmahl, während der Fußwaschung mit gutem Beispiel voran. Christus macht sich ganz klein, er macht sich zum „Sklaven“ seiner Jünger. Jetzt können wir uns fragen: Habe ich ein offenes Auge für meine Mitmenschen, kenne ich ihre Vorlieben und Bedürfnisse? Oder bin ich voll und ganz auf mich konzentriert? Der Dienst am Nächsten macht das Herz weit und schafft Platz für die Liebe Gottes, denn was ich dem geringsten meiner Brüder getan habe, das habe ich Christus getan. Wenn wir Jesus Christus im Nächsten dienen, kann er unser Herz immer mehr mit seiner Liebe erfüllen.

Von Br. Jonathan Fuhr

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)