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Mt 12,1-8

1. Sieh her, der tut etwas Verbotenes! Wie oft ist das mein erster Gedanke… wenn einer mich auf der Autobahn von rechts überholt, wenn die Mitbewohnerin zum dritten Mal in der Woche die leere Milchpackung in den Papiermüll wirft, oder wenn ein Kind trotz eines Verbotsschildes auf dem Vorplatz Fußball spielt. Und manchmal geht es mir auch bei religiösen Sachen so, wenn es um die Sonntagspflicht oder die katholische Morallehre geht. Wahrscheinlich handle ich da nicht so sehr im Namen Jesu, sondern eher wie die Pharisäer: „Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.“ Und Jesus sagt dann vielleicht liebevoll zu mir: „Wenn du begriffen hättest, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättest du nicht Unschuldige verurteilt.“

2. Innere Freiheit. Jesus ist extrem frei. Frei von dem, was andere über ihn denken. Frei von den Erwartungen der Juden. Frei, um den Willen des Vaters zu tun. Ihm ist das Gesetz nicht gleichgültig, aber er will, dass es im Dienst der Liebe steht. Er will, dass wir frei werden zu lieben; dass es nicht die Angst ist, die uns bewegt und hin und her jagt; weder die Angst vor Bestrafung durch Gott, noch die Angst vor der Meinung der anderen. Angst fesselt. Wahre Liebe macht wahrhaft frei. Vielleicht versteht sich so das „Liebe, und tu, was du willst“ des heiligen Augustinus.

3. Barmherzigkeit, nicht Opfer. Jesus schaut mit Barmherzigkeit auf die Menschen. Er kennt ihr Herzen. Ich kenne sie nicht, und oftmals ist mein Urteil falsch. Vielleicht ist der Rechtsüberholer gerade auf dem Weg zum Kreissaal (oder ich habe mich auf der linken Spur unnötig lange aufgehalten)? Vielleicht weiß meine Mitbewohnerin gar nicht, dass Tetrapacks in die gelbe Tonne gehören, und wer weiß, ob das Kind, das da vor meiner Garage Fußball spielt, heute eine Fünf in Mathe kassiert hat, und Spielplatzverbot hat? Vielleicht verrückt, so zu denken, aber besser aus Liebe etwas verrückt, als wegen zu viel Härte unbarmherzig sein.

Von Magdalena Sczuka

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)