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Mk 11,27-33

1.  Das Übel der Unehrlichkeit. Jesus hatte einen Tag zuvor einen Aufruhr im Tempel verursacht. Er hatte die Tische der Geldwechsler umgestoßen und die Tiere hinausgetrieben. Jeder andere wäre im Gefängnis gelandet, aber hier war Christus, und seine Stunde war noch nicht gekommen. Die Hohenpriester und Schriftgelehrten wollten aber eine Erklärung – besser gesagt eine Entschuldigung – um Jesus anklagen zu können. Er antwortet auf ihre Frage sehr schlau mit einer Gegenfrage, welche sie nicht beantworten können aus Furcht, dass ihre Unehrlichkeit der Menge dadurch bekannt werden könnte. Wie sehr verletzte unseren Herrn diese Unehrlichkeit auf Seiten der Schriftgelehrten und Pharisäer! Er wollte zu ihnen nicht offen sprechen, weil sie beabsichtigten, seine Worte zu verdrehen. Verabscheue ich Unehrlichkeit wie er? Gibt es in meinem Leben Spuren von Unehrlichkeit? Bin ich mehr darüber besorgt, was andere von mir denken, als was Christus von mir denkt?

2. Glauben verlangt Umkehr. Jesus hat diese Worte nicht gesagt, aber sie wussten, dass er sie hätte sagen können. Ihr unruhiges Gewissen sagte ihnen, dass die Anklage richtig gewesen wäre. Warum hatten sie dem Vorläufer des Herrn nicht geglaubt? War es nicht derselbe Grund, aus welchem sie auch dem Herrn selbst nicht glaubten? Johannes der Täufer bezichtigte sie der Unehrlichkeit. Sie waren gekommen, um die Taufe der Umkehr zu empfangen, aber in Wirklichkeit wollten sie ihr Leben nicht ändern. Hätte Jesus Grund, mich wegen Unehrlichkeit zu tadeln? Empfange ich manchmal das Sakrament der Buße ohne das echte Verlangen, mein Leben zu ändern? Oder meide ich die Beichte überhaupt, weil ich denke, dass in meinem Leben nichts geändert werden muss?

3. Unwissen ist eine billige Entschuldigung. Es ist sicher nicht das erste oder letzte Mal, dass man Unwissen vorschiebt, um die Konsequenzen der Wahrheit zu verhindern, aber diese Art Unwissen ist ganz klar schuldhaft. Die Sprecher waren keine ungebildeten Leute, sondern sie waren Führer des Gottesvolkes, und als solche hatten sie die Verantwortung, die Leute so zu führen, dass sie den Bund, den Gott mit ihnen geschlossen hatte, einhielten. Die Leute hatten in Johannes einen großen Propheten gesehen, der die Sünder durch seine Predigt und sein Beispiel der Entsagung zur Umkehr aufgerufen hatte, doch die jüdischen Autoritäten wollten nicht akzeptieren, dass sich irgendjemand außer ihnen das Recht nehmen könnte, in Gottes Namen zu sprechen. Eigentlich wussten sie es, aber sie waren nicht bereit, die Wahrheit anzunehmen. Schütze ich mich manchmal mit dem Argument des Unwissens, wenn ich etwas tue, von dem ich mir nicht sicher bin, ob es richtig ist?

Von P. John Doyle

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)