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Mk 11,11-25

1.  Die Unfruchtbarkeit eines sündigen Lebens. Wir sehen, dass Jesus einen unfruchtbaren Feigenbaum zum Verdorren bis auf die Wurzeln bringt, obwohl er weiß, dass es gar nicht die Zeit ist, um Feigen zu ernten. Jesus hat nie ein Wunder für sich selbst gewirkt, darum wissen wir, dass er den Baum nicht deswegen bestraft, weil er nicht seinen Hunger stillt. Dieses Ereignis geschieht unmittelbar vor seinem Eintritt in den Tempel von Jerusalem, wo er mit Menschen rechnet, die sich eifrig für die Dinge seines Vaters abmühen. Stattdessen trifft er Menschen, die sich für weltliche Geschäfte abmühen, oft sogar in betrügerischer und ungerechter Weise. Die Früchte der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die Jesus erwartet, sind nirgends zu finden; und so symbolisiert in gewisser Weise der Feigenbaum Jerusalem. Bin ich ehrlich im Umgang mit anderen? Weiß ich, dass der Herr von mir Früchte erwartet? Nutze ich meine Zeit gut, um Früchte im Gebet und in meinem Tun zu bringen?

2. Ein Tag im Leben von… Dieser Evangeliumsabschnitt würde einen guten Stoff für einen Dokumentarfilm über einen Tag im Leben von Christus bieten. Er bricht früh in Betanien nach Jerusalem auf, er geht in den Tempel hinein, zieht den Zorn jener auf sich, deren Tische er umwirft, und anschließend gibt er seinen Jüngern Unterweisungen auf seiner Rückkehr spät am Abend nach Betanien. Gleich am nächsten Tag beginnt er seinen Dienst wieder mit einer Lehre über die Wichtigkeit des Glaubens beim Beten. Jesus vergeudet nicht eine Sekunde seiner Zeit; immer will er den Willen seines Vaters erfüllen. Trotzdem war er kein Wichtigtuer. Im Normalfall mischt er sich nicht in die Geschäfte der anderen ein, aber er lässt es ganz bestimmt nicht zu, dass im Haus seines Vaters unehrliche Geschäfte gemacht werden. Und darum treibt er die unehrlichen Händler aus dem Tempel heraus. Nutze ich meine Zeit gut? Schließt das auch eine Zeit für das Gebet mit ein? Ist mein Verhalten in einem Gotteshaus, wo der Herr in der Eucharistie wohnt, ehrfürchtig?

3. Glauben an die Macht des Gebets. Gebet und Tun sind aufs Innigste miteinander verbunden. Jesus hatte Recht, als er die Geldwechsler und Tiere aus dem Tempel trieb. Und auch wir sollen uns ganz bestimmt nicht um weltliche Geschäfte sorgen, wenn wir in der Kirche sind. Es ziemt sich aber sehr wohl, unsere Ängste und Sorgen, unsere Freuden und unser Versagen Christus im Gebet hinzuhalten. Es ist gut für uns, unseren Herrn zu fragen, wie er unsere Sorgen sieht und um seine Gnade zu bitten, ihm weiter nachzufolgen. Und wenn wir uns eine besondere Zeit für das Gebet reservieren, um Christus zu begegnen, werden wir darin die Kraft und den Wunsch finden, seine Botschaft anderen weiterzugeben. Im Gebet werden wir mit apostolischem Eifer erfüllt. Wenn unser Alltag von einem Dienen aus Liebe zu Gott bestimmt wird, wird er selbst zum Gebet. Ist mein Gebet die Quelle innerer Stärke, und ist mein Tun ein mit Liebe erfülltes Gebet?

Von P. John Doyle

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)