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Mk10,28-31

1.  Die Frage des Petrus. Auf den ersten Blick hin scheint Petrus eigensüchtig zu sein, wie wenn er fragen wollte: „Wir haben alles aufgegeben, was bekommen wir nun dafür?“ Seine Frage kommt nicht aus einem Egoismus heraus, sondern ist eher eine Antwort auf die Feststellung Jesu, die dieser zuvor gemacht hatte, nämlich dass es für einen reichen Mann sehr schwer ist, in den Himmel zu kommen. Aufgrund dieser Schwierigkeit des Reichtums möchte Petrus wissen, wie die Chancen für jemanden stehen, der alles für die Nachfolge Christi aufgegeben hat, in das Reich Gottes zu kommen. Wie sehr müssen wir vom materiellen Besitz losgelöst sein, um einen sicheren Platz im Himmel zu haben? Jesus gibt uns keine konkrete Antwort auf diese Frage, aber er sagt uns, dass die, welche alles aufgegeben haben, nicht nur den Lohn des ewigen Lebens erhalten, sondern auch in diesem Leben einen großen Lohn erhalten.

2. Der wahre Beweggrund. Einen Lohn bekommen nicht nur die, welche Dinge aufgeben, sondern vielmehr diejenigen, welche aus Liebe zu Christus und seiner Frohen Botschaft Dinge aufgeben. Ein Opfer um des Opfers willen, aus eigensüchtigen Motiven, ist in Gottes Augen nichts wert. Ein Opfer ist nur dann wertvoll, wenn es aus Liebe zu Christus und seinem Evangelium getan wird. Die Motivation unserer Selbstverleugnung muss in der Verherrlichung Christi oder im Zeugnis für das Evangelium gründen. Ist das der wahre Beweggrund meiner Selbstverleugnung?

3. Das ewige Leben. Der Lohn für unsere Selbstverleugnung beginnt in diesem Leben und erreicht seinen Höhepunkt im kommenden Leben. Der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen liegt darin, dass es in diesem Leben auch Verfolgungen geben wird. In diesem Leben dürfen wir uns der Liebe Christi zu uns erfreuen, müssen aber gleichzeitig auch seinetwillen Verfolgungen erleiden. Dieses Leben ist ein Leben, in welchem unsere Liebe und unsere Beweggründe gereinigt werden. Indem jetzt unsere Liebe erprobt wird, werden wir uns in alle Ewigkeit an einem Leben mit Christus erfreuen dürfen.

Von P. Daniel Polzer

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)