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Joh 16,23b-28

1. Wahrhaft bitten lernen. „Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist“. Wie oft denke ich, dass Gott mich zwar mag, denke aber nicht unbedingt, dass er will, dass meine Freude vollkommen wird… und schon gar nicht die Freude der Anderen. Allerdings will mir Jesus natürlich hier etwas beibringen. „Bisher habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten“. Das Problem ist hier sicherlich nicht, dass ich irgendein Zauberwort vergessen habe, also zum Beispiel „im Namen Jesu“ an all meine Bitten anzufügen. Nein, ich habe noch nicht gelernt, mich ganz in Jesus Christus hineinzuversetzen und erfüllt vom Glauben und von der Liebe zu ihm um das Wahre, um das Wesentliche zu bitten. Deswegen hat uns Jesus eine Zusammenfassung aller wesentlichen Bitten diktiert, die wir sogar alle auswendig wissen, aber nicht unbedingt immer sehr bewusst aussprechen: das Vaterunser. In diesem Gebet lerne ich, wahrhaft zu bitten, tatsächlich in seinem Namen zu bitten…!

2. Wahrhaft empfangen lernen. Aber damit ist noch nicht alles getan. Bitten ist eine Sache, empfangen ist eine andere. Vielleicht habe ich schon einmal ein Geschenk erhalten, das ich gar nicht wollte… und vielleicht war meine Reaktion etwas unkontrolliert. Gott will mir geben, was gut für mich ist… aber ich will nicht immer, was er für mich will. Gott sei Dank erhört er meine Gebete nicht immer wörtlich, sondern nur sinngemäß: er weiß, was sinnvoll ist für mich; und das gibt er mir dann auch. Manchmal, weil ich es hier und jetzt brauche, manchmal erst in 30 Jahren, manchmal, weil ich nur so vertrauen oder warten lerne… Wesentlich ist hier vor allem, dass ich empfangen lerne: dass ich mich ganz Gott anvertraue und dann alles so empfange, als ob es aus und mit seiner Hand kommt. Dann gelingt mein Leben.

3. Wahrhaft lieben und dienen lernen. Wenn ich also will, dass mein Leben gelingt und dass es bleibende Frucht bringt, dann muss ich mich ganz auf Jesus einlassen, dann muss ich seinem Wort glauben, dann muss ich ihm glauben, dass er es ernst mit mir meint. Auch ich komme vom Vater und gehe zum Vater, auch ich bin nur eine Weile hier auf der Erde; und eigentlich ist es egal, wie lange. Ich bin hier, um lieben und dienen zu lernen. Wenn ich das gelernt habe, dann habe ich gelernt, mein Leben loszulassen und dann kann ich auch zum Vater zurückkehren. So will ich mich heute auf das Wort Jesu hin neu und bewusst entscheiden, vor allem darum besorgt zu sein, besser und reiner zu lieben und mutiger und selbstloser zu dienen.

Nach P. Habsburg

 

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)