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Joh 16, 20-23a

1. Um das Leben zu gewinnen, müssen wir uns selbst sterben. Wie oft hat Jesus davon gesprochen, dass wir uns selbst sterben müssen? Er warnte die Apostel bei verschiedenen Anlässen, dass er einen grausamen Tod erleiden müsse. Christus ist in die Welt gekommen, um am Kreuz zu sterben. Wie die seligste Jungfrau Maria unseren Herrn geboren hat, so stand sie auch am Fuß des Kreuzes, als er starb. Wie seltsam ist es doch, dass jene, die dem Herrn am nächsten stehen, am meisten leiden. Unsere natürliche Neigung, nicht nur im weltlichen Bereich, sondern auch im spirituellen, geht dahin, eher den einfachen Weg zu nehmen. Wenn wir aber Christus nachfolgen wollen, müssen wir einer übernatürlichen Neigung folgen und die Kreuze, das Leiden und die Opfer, die wir erfahren, annehmen.

2. Herr, nimm uns alle Furcht vor dem Kreuz. Christus sagt, dass, wer ihm nachfolgt, leiden wird. Dann versichert er uns aber, dass uns das eine Freude erfahren lässt, die niemand, keine Macht der Welt, uns nehmen kann. Christus bittet uns, ihm zu vertrauen. Es ist nicht leicht, in dieser Welt ein treuer Nachfolger des Herrn zu sein. Er weiß das, und auch wir wissen das. In Gethsemani fürchtete sich der Herr vor dem Kreuz, im selben Augenblick aber erneuerte er seinen Entschluss, den Weg des Kreuzes zu gehen. Christus bittet uns, ihm zu vertrauen, wie er dem Vater vertraut hat. Wenn wir Christus vertrauen, dann verlieren wir die Furcht vor dem Kreuz.

3. Wie kann ich anderen helfen, das Leiden besser anzunehmen? Christus vergleicht die Schmerzen einer Frau, die gebärt, mit der unendlich größeren Freude, die sie erfährt, wenn sie ihr neugeborenes Kind erblickt. Ein guter Ehemann ist im Moment der Angst an der Seite seiner Frau. Wir sehen, wie die seligste Jungfrau Maria am Fuß des Kreuzes steht – des Kreuzes ihres Sohnes – um ihm in dieser Zeit der Not beizustehen. Auch wir sollten anderen beistehen, wenn sie in Not sind. Das verlangt von uns, dass wir uns in die anderen hineinfühlen und Zeit und Mühe für sie aufbringen.

Nach P. Roderick Ermatinger

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)