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Ex 12,1-8.11-14; 1 Kor 11,23-26; J 13,1-15

1.  Der Beweis seiner standhaften Liebe „Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen.“ Trotz der Schwierigkeiten, denen er gegenüberstand, litt Jesus im Alter von dreiunddreißig Jahren nicht an einer Midlife-Crisis. Er wusste, wer er war, woher er kam und wohin er ging. Er kannte die Prüfungen, die bald seinen sterblichen Körper vernichten würden. Sie würden dazu dienen, seine Liebe zu beweisen. „Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.“ Liebe erträgt alles. Liebe kann sogar die schlimmsten Situationen zum Guten wenden. Liebe erlöst. Gerade der Verrat an seiner Freundschaft lässt ihn die Aufrichtigkeit seiner eigenen Freundschaft unter Beweis stellen: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde.“

2. Akzeptiere die Liebe Christi. Jesus hat nicht um „Erlaubnis“ gebeten, demütig zu sein und zu dienen. Die Frage des Petrus, „du, Herr, willst mir die Füße waschen?“, ist nicht als eine wirkliche Nachfrage zu verstehen, sondern eher als eine kritische Bemerkung zu dem, was Jesus zu tun beabsichtigte. Brauchen Demut und Liebe unsere „Erlaubnis“? Die Frage lautet: wer ist demütig genug, um die Liebe eines anderen zu empfangen? Bin ich demütig genug, um Jesu Liebe zu mir zu empfangen? Jesu Demut und Nächstenliebe wirken reinigend. Und tatsächlich muss gerade die Einstellung, „niemals sollst du mir die Füße waschen“, weggewaschen werden. Nur die Armen im Geist, die, die ein reines Herz haben, und die, die wie die Kinder sind, werden in das Himmelreich eingehen: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“. Dann soll Christus mich reinwaschen entsprechend seinem gnadenreichen Beispiel. Sonst werde ich meinen Anteil an ihm verlieren. Doch wenn er mich durch sein Wort reingewaschen hat, dann muss ich nur noch meine Füße sauber halten.

3. Eine wertvolle Lektion. Wenn ich ein Jünger bin, muss ich sorgfältig das verstehen und annehmen wollen, was er mir durch sein Beispiel beibringen will. Jesus fragt: „Begreift ihr, was ich an euch getan habe?“ Wenn überhaupt, dann könnte der Meister von seinem Diener verlangen, dass er ihm die Füße wäscht und nicht umgekehrt. Jesus ist der Herr und Meister, er ist der gute Lehrer. Ich bin sein Jünger. Dennoch hat er seine Autorität nicht demonstriert, indem er Gehorsam durch Machtausübung einforderte, sondern eher dadurch, dass er die Macht der Tugend offenbarte: Demut und Nächstenliebe – und deren Fähigkeit, zu lehren und zu überzeugen. „Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.“ Er hat uns sein Vorbild zum Nachahmen gegeben, so dass ich ebenso handeln kann. Wessen Füße soll ich waschen?

Von Alex Yeung

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)