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Jes 50,4-9a; Mt 26,14-25

1.  Einer der Zwölf ein Verräter? Wir meinen oft, dass Judas verschieden gewesen sein muss, schlechter als die anderen Jünger. Wenn das gestimmt hätte, hätte jeder sofort ihn verdächtigt, als Jesus sagte: „Einer von euch wird mich verraten.“ Sie hätten vermutet: „Es muss Judas sein. Er war schon immer böse. Er ist fähig, Jesus zu verraten. Ich verstehe nicht, warum Jesus ihn ausgewählt hat.“ Doch Judas schien sich nicht so offensichtlich von ihnen zu unterscheiden. Sonst hätten sie ihn ja sofort verdächtigt. Jeder von uns kann ein Judas werden, nach und nach, indem wir unsere Prinzipien immer mehr aufgeben, zuerst in den kleinen Dingen, und dann auch in wichtigen Angelegenheiten. Im christlichen Leben braucht es immer eine gesunde Spannung zwischen dem Vorwärtsstreben und der Wachsamkeit. Wer in den kleinen Dingen treu ist, ist es auch in den Großen.

2. Bin ich es? Alle Apostel fragen: „Bin ich es?” Warum? Wollte vielleicht jeder von ihnen ihn verraten? Nein, aber sie befanden sich in einer gefährlichen Lage. Die Pharisäer hatten beschlossen, Jesus umzubringen. Die Apostel wussten das. Darum waren sie alle für eine Weile nach Jericho gegangen. Jerusalem war zu gefährlich. Sie konnten sich alle denken, dass sie am nächsten Tag, wenn sie mit Jesus in den Tempel gingen, im Trubel der Menge gepackt werden und mit dem Tod bedroht werden könnten, um zu verraten, wo Jesus in der Nacht gefunden werden kann. Was würden sie dann sagen? Würde ich Jesus verraten, wenn mein eigenes Leben in Gefahr wäre? Aus diesem Grund fragen sie: „Bin ich es?“ Wenn es ernst wird, was kommt dann in meinem Leben zuerst? Käme ich jemals auf den Gedanken, Jesus für etwas anderes zu verkaufen?

3. Wachsamkeit des Herzens. Judas hatte alles besessen, um ein großer Apostel zu werden. Jesus hat ihn wegen seiner Qualitäten ausgewählt. Gott legt niemals im Voraus das Verderben einer Person fest. Was war also mit ihm geschehen? Irgendwann hat er aufgehört, seine Freundschaft mit Christus zu pflegen. Manchen fällt hier vielleicht die Rede Jesu über das Brot des Lebens im sechsten Kapitel des Johannes ein. Judas konnte vielleicht nicht akzeptieren, dass er den Leib und das Blut Jesu essen sollte. Jesus hatte nicht recht und musste darum ein falscher Messias sein. In Johannes 6,64 lesen wir, dass Jesus wusste, wer sein Verräter sein würde. In Johannes 6,67 gibt Jesus Judas eine Chance, die Gruppe zu verlassen und ein gerechter Mann zu bleiben. Er bleibt aber und wird so zu einem Heuchler – ein „Teufel“ mit den Worten Jesu – und beginnt den Weg, der ihn zum Verrat führen wird. Wir wissen, dass unser Glaube das kostbarste Geschenk ist, das wir von Gott empfangen haben. Sind wir wachsam und geben unserem Glauben Nahrung, damit er wächst und stärker wird?

Von James Swanson

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)