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Dan 13, 41-62; Joh 8, 1-11

1. Gottes barmherzige Liebe verstehen. Die Frohe Botschaft, die Jesus uns in der Fülle der Zeit offenbaren wollte, ist die, dass er kam, um uns Sünder von der Sünde zu befreien. Aber er tut dies nicht, indem er sagt, dass Sünden wie Ehebruch jetzt nicht mehr so schwerwiegend seien wie zu Zeiten des Alten Testamentes; er sagt nicht, dass die gerechte Strafe weniger als der Tod sei. Tatsächlich kam er, um die volle Schwere der Sünde zu offenbaren und um volle Gerechtigkeit zu erlangen. Wenn wir solche Sünden begangen haben, wurden wir alle kritisiert und zum Tode verurteilt. Aber Jesus, unser Richter, verließ seinen Richterstuhl und nahm unseren Platz in der Reihe der Todgeweihten ein. Er starb an unserer Stelle. Erst wenn wir verstehen, warum die Todesstrafe die gerechte Strafe für solche Sünden ist, werden wir jemals Gottes barmherzige Liebe am Kreuz richtig schätzen lernen.

2. Geh und sündige von nun an nicht mehr. Wir müssen eine wahre Abscheu vor unseren Sünden haben und erkennen, wie todbringend sie sind – sie töten nicht nur uns, sondern sie töteten den Herrn, diejenige Person, die uns mehr (und reiner) geliebt hat, als irgendjemand es jemals vermögen wird. Niemand hat uns je mehr geliebt als Jesus, und darum hat nie jemand mehr gehasst, was uns tötet – die Sünde – als er. Wir sind gerufen, diese tödlichen geistlichen Gifte so sehr zu hassen wie Jesus. Er sagte in der Bergpredigt aus Liebe zu uns: „Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt“ (Mt 5, 29-30). Wenn wir uns beim Begehen einer Sünde ertappen, sollen wir das Wort des Herrn ernst nehmen, das er zu der Frau gesagt hat: “Geh und sündige von nun an nicht mehr” und alle Gelegenheiten zur Sünde meiden.

3. Der Heiler unserer Seele. Der Herr will nicht, dass wir warten, bis andere uns beim Sündigen ertappen und vor ihn hin schleppen. Er will, dass wir von selbst kommen. Im Nachhinein war es ein großes Geschenk, dass die Frau im Evangelium ertappt und vor Jesus geschleppt wurde, denn ansonsten hätte sie womöglich niemals Gottes Barmherzigkeit erfahren. Aber der Herr sagt uns, dass es einen einfacheren Weg gibt. Am Abend des Ostersonntags hauchte er den Aposteln den Heiligen Geist ein und sandte sie aus, in seinem Namen Sünden zu vergeben und die Vergebung zu verweigern. Durch sie rief und sandte Jesus noch andere, dann wieder andere, bis zu den heutigen Priestern, welche die gleiche Sendung empfangen haben: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh 20,21). Jesus wurde vom Vater gesandt, die Sünden zu vergeben, und Jesus sendet Priester mit derselben Mission aus. Christus handelt durch sie im Sakrament der Beichte, genau wie er durch sie im Sakrament der Eucharistie handelt. Deshalb sollten wir mit derselben Leichtigkeit zu Ihm im Sakrament der Vergebung gehen, wie wir zu Ihm im Sakrament der Eucharistie kommen. Die Fastenzeit ist für uns erst dann richtig gnadenreich, wenn wir eine gute Beichte gemacht haben und Gottes Barmherzigkeit empfangen haben. Am Ende dieser Beichte wird Jesus zu uns voll zärtlicher Liebe sagen, was er zu der Frau sagte: „Ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr.“

Von P. Matthew Kaderabek

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)