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Mk 2, 18-22

1.  Die Freude des Bräutigams. Die Propheten des Alten Testaments, besonders Hosea und Jesaja, vergleichen die Beziehung zwischen Israel und Jahwe mit dem Ehebund. Israel ist die Braut, die oft untreu ist, und Jahwe ist der Bräutigam. Wenn Christus sich als Bräutigam bezeichnet, nimmt er einen Titel in Anspruch, der allein für Gott reserviert war. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass Jesus weit mehr als ein einfacher Rabbi war. Welche Erfahrung verbinden wir mit einem Bräutigam und einer Hochzeitsfeier? Doch vor allem eins: Freude! „Obwohl es stimmt, dass das Kreuz in einem echten christlichen Leben niemals fehlt, so ist es auch wahr, dass der Gott, der uns in diesem Kreuz begegnet, derselbe Gott ist, der Himmel und Erde erschaffen hat, die Ozeane und die Berge, das Lachen, das Sonnenlicht und jedes irdische Entzücken“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365). Christus ist gekommen, um uns Freude zu bringen, eine Freude, die in alle Ewigkeit anhält.

2. Sollen Christen fasten? Christus sagt, dass seine Jünger fasten werden, wenn der Bräutigam ihnen genommen sein wird. Das ist im Evangelium von Markus der erste Hinweis auf die kommende Passion. Fasten ist ein Weg, an Christi Leiden teilzuhaben. Fasten, Opfer und Taten der Selbstverleugnung sind auch Mittel, um uns von unseren Bindungen an irdische Güter zu lösen und fester Christus anzuhangen. Sie machen uns bewusst, wie sehr wir Gott brauchen. Aber diese Wege der Teilhabe an Christi Kreuz sollen nicht dazu führen, dass wir andere, die Christus nachfolgen wollen, damit verdrießen. „Manche Christen vermitteln den Eindruck, dass die Nachfolge Christi eine nüchterne Angelegenheit ist, oder dass das christliche Leben vor allem aus harten Leiden und langweiligen Pflichten besteht. Freudlos, düster, langweilig. Kein Wunder, dass ihre Freunde dem Christentum so fern wie möglich bleiben! … Wenn uns unsere Freundschaft mit Christus nicht mit ansteckender Begeisterung erfüllt, sind wir wahrscheinlich halbherzige Freunde“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365).

3. „Siehe, ich mache alles neu.“ Der Kinofilm Die Passion Christi legt Christus auf dem Weg nach Golgatha diesen Satz aus der Offenbarung auf die Lippen, als er seiner Mutter Maria begegnet. Christi „enges Tor“ des Kreuzes führt zu einem radikal neuen Lebensweg. Es bringt eine Überfülle an Freude, neue Kraft, inneren Frieden. Der neue Wein des Lebens der Gnade, welchen Christus über seine Nachfolger ausgießt, muss nicht nur ihre Art zu leben verändern, sondern sogar ihre inneren Haltungen und ihre Gesinnung. Die heilige Theresia von Avila sagte einst: Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein wahrhaft trauriger Heiliger. Welche Hindernisse meines Lebens muss ich überwinden, um Christus mit größerer Freude nachzufolgen und diese Freude auf andere ausstrahlen zu lassen?

Von Walter Schu

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)