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1 Joh 4, 11-18 ; Mk 6, 45-52

1. In den Stürmen des Lebens. Nachts bei Gegenwind und schwerem Seegang in einem Boot weit draußen zu sein, das ist dramatisch und jagt Angst ums Überleben ein. Solche Momente sind in unsrem Leben leider unvermeidbar. Die Frage ist nicht, wie man solche Situationen vermeiden kann, sondern wie wir aus der Erfahrung der Jünger lernen können. In den dunklen Augenblicken, bei großer Ungewissheit und Ohnmacht gilt es den Glauben zu aktivieren: Auch jetzt hat Gott uns nicht vergessen. Er IST uns nahe, auch wenn wir ihn wie die Jünger zunächst nicht erkennen. Höre mit Hilfe des Heiligen Geistes, wie er dir, wenn du seinen Willen tust, gerade in den schwierigsten Momenten zuruft: Hab Vertrauen, fürchte dich nicht! Wenn wir unerschütterlich an Gott festhalten, werden wir ohne Zweifel erleben, dass sich der Gegenwind legt; dass wieder Friede einkehrt und unser Leben wieder in Ordnung kommt.

2. Glaubenswachstum. Überlegen wir einmal, wie die Jünger in diese schwierige Situation nachts auf dem See geraten sind. Sie sind nicht einfach so aus einer Laune, aufs Geratewohl hinausgefahren. Es war Jesus, der sie gesandt hatte. Hatte er, der Sohn Gottes, übersehen, dass es gefährlich werden kann, wenn man einen großen See bei Einbruch der Nacht überqueren will? – Unmöglich! Es liegt nahe, dass er seine Jünger absichtlich aufforderte, bei schwierigen und unsicheren Verhältnissen auf die andere Seite des Sees zu fahren: Er wollte, dass sie eine Erfahrung machen und den kläglichen Zustand ihres Glaubens erkennen. Er wollte, dass sie sich bewusst werden: Hey, unser Glaube ist noch klein und schwach; er muss noch größer und stärker werden. Herr, stärke unseren Glauben!

3. Geschenk und Entscheidung. Selbst nachdem Jesus in das Boot der Jünger gestiegen war und der Wind sich gelegt hatte, war für sie noch längst nicht alles klar. Ihre Herzen waren widerstrebend und verstockt, noch konnten oder wollten sie nicht glauben. Was muss Gott noch alles tun, damit wir glauben? Sind nicht schon so viele Wunder und Zeichen Gottes geschehen, zur Zeit der Apostel, durch die vielen Heiligen, ja auch in unserem eigenen Leben? Dass ein Mensch einen festen und tiefen Glauben hat, dass Gott auch heute noch in unserem Leben wirkt und dass Er es ist, der Allmächtige, der die Welt und die menschlichen Geschicke lenkt, so ein Glaube ist zugleich Geschenk und Entscheidung. Der Glaube ist zuerst ein Geschenk Gottes, das er uns durch Teilhabe an seiner göttlichen Gnade anbietet. Aber die Kehrseite der Medaille des Glaubens ist die freie Antwort des Menschen an Gott. Deshalb kann unser Glaube nur wachsen, wenn wir uns in den konkreten Situationen entscheiden, das Wagnis des Glaubens einzugehen. Wie sehr sehnt sich Jesus danach, dass wir diesen Schritt tun.

Von P. Joachim Richter

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)