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1 Joh 4, 7-10; Mk 6, 34-44

1. Hunger. Die Handlung scheint sich in zwei Phasen zu vollziehen, geht es doch zunächst darum, dass Jesus die Menschen lehrt, später darum, dass sie etwas zu Essen brauchen. Darin scheint aber auch auf, wie gut Jesus uns und unsere Bedürfnisse kennt. Er weiß um unseren geistlichen, wie auch unseren leiblichen Hunger. Und er beschränkt sich nicht darauf, nur einen von beiden zu stillen. Jesus ist unser Hirte: Ihn interessieren sowohl unsere geistlichen als auch unsere weltlichen Bedürfnisse. Und ich darf ihn um beides bitten. Tue ich das, oder glaube ich, meinen Hunger alleine, den geistlichen vielleicht sogar woanders, stillen zu können?

2. Fünf Brote und zwei Fische. Manche interpretieren den Bericht über die Brotvermehrungen so, dass möglicherweise alle Anwesenden ihre mitgebrachten Speisen teilten, und dass es dann auch für die gereicht hätte, die nichts dabeihatten. Auch eine schöne Geschichte, die aber einen Haken hat: Sie wird in der Bibel an dieser Stelle nicht erzählt. Hier wird dagegen eine Situation des Mangels beschrieben: Fünftausend Männer, für die fünf Brote und zwei Fische zur Verfügung standen. Man könnte die Zahlen verdoppeln, verdreifachen, auch verzehnfachen: Es bleibt zu wenig. Das allerdings kann das Bild des geistlichen und weltlichen Hungers vervollständigen: Wenn wir es allein versuchen, wird es nie ausreichen für alle. Ich allein kann nicht einmal meinen eigenen geistlichen Hunger stillen, geschweige denn den eines anderen.

3. Zwölf Körbe voll. Jesus dagegen verspricht Überfluss. Egal ob es hier um eine normale Mahlzeit geht, bei der zwölf Körbe übrigbleiben, oder um ein Festessen wie bei der Hochzeit von Kana, wo Wein aus sechs 100-Liter-Krügen ausgeteilt wird: Wenn Jesus unseren Hunger und Durst stillt, dann gibt er in überreichem Maß: Leben in Fülle (vgl. Johannes 10,10). Und nicht anders wird es mit seiner Lehre für die Menschen gewesen sein. Vielleicht haben sie ein bisschen Weisheit, ein bisschen Erkenntnis erhofft. Bekommen haben sie die Lehre des Gottessohnes selbst. Glaube, Liebe und Hoffnung in Fülle. Bin ich bereit, Jesu Großzügigkeit zu sehen? Bin ich dankbar dafür?

Von Felix Honekamp

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)