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Jes 60,1–6; Ef 3,2–3a.5–6; Mt 2,1–12

Am Fest der Erscheinung des Herrn, einem schon um das Jahr 300 im Osten bezeugten Herrenfest, feiert die Kirche das Sichtbarwerden des Mensch gewordenen Gottes. Der Geburtstag Christi, Weihnachten, ist kein Fest der Superlative, sondern eher des verinnerlichten Überschwangs:

„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab, vom königlichen Thron.“ (Introitus zum 2. Sonntag nach Weihnachten)

In Verborgenheit und Erbärmlichkeit wird Gott Mensch. Von den meisten Menschen unerkannt und verachtet, sind es Hirten und Fremde, die das allmächtige Wort als Gott und Herrn anbeten. An Epiphanie jedoch werden die weihnachtlichen Geheimnisse offenkundig und die Erbärmlichkeit tritt hinter dem strahlenden und blendenden Licht der Gottheit zurück. „Die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir, Jerusalem.“ (vgl. Jes 60,1) Und tatsächlich vereint das Fest der Erscheinung des Herrn seit alters her mehrere Festgeheimnisse in sich: die Geburt des Herrn und sein „Erscheinen“ vor denen, die ihn anbeten, sowie die Taufe Jesu im Jordan und das Wunder bei der Hochzeit von Kana, bei denen sich Jesu Gottheit offenbart: Daher trägt das Fest auch den Namen „Theophanie“, Gotteserscheinung. In den Texten des Stundengebets finden sich die Höhle von Betlehem, der Jordan und der Hochzeitsaal von Kana zusammen, um diese Erscheinung Gottes zu feiern.

„Heute wird die Kirche dem himmlischen Bräutigam verbunden, da Christus im Jordan ihre Vergehen abwäscht: Mit Geschenken eilen die Weisen herbei zur königlichen Hochzeit; und am in Wein verwandelten Wasser laben sich die Festgäste, halleluja.“ (aus dem Stundengebet)

Mit den drei Magiern oder Weisen, heiligen Königen, versammelt sich die ganze Kirche in der Höhle von Betlehem, sie steigt mit Christus in den Jordan und ist beim Hochzeitsmahl von Kana eingeladen. Am Fest der Erscheinung erinnert die Kirche in der Liturgie deshalb in vielen Texten an die großen heilsgeschichtlichen Ereignisse und die Geschenke der Weisen sind Zeichen dieser neuen Ära: Das Gold steht für die königliche Herrschaft Gottes, der Weihrauch ehrt den ewigen Hohenpriester Christus, die Myrrhe nimmt am neugeborenen Herrscher vorweg, was später bei der Grablegung vollzogen wird. Nicht von ungefähr hat das Fest der Erscheinung deshalb auch einen österlichen Charakter. Neben dem immer wieder beschworenen Glanz der Herrlichkeit, der schon von der Auferstehung her aufstrahlt, kommen an Epiphanie alle Nationen und Völker, um Christus als verherrlichten König anzubeten.

Das vielschichtige Festgeheimnis des Epiphanietages hat seit ältesten Zeiten ein umfassendes Brauchtum begünstigt, so etwa die Segnung des „Dreikönigs- oder Epiphaniewassers“ und der Häuser und Ställe. Seit dem Jahre 1164 werden im Dom zu Köln die Reliquien der heiligen Weisen oder Könige verehrt, von denen das Fest der Erscheinung des Herrn seinen volkstümlichen Namen als „Dreikönigstag“ hat. Ihre Gebeine wurden zuerst in Konstantinopel verehrt und schließlich, Jahrhunderte später, vom Kanzler Kaiser Friedrich Barbarossas von Mailand nach Köln gebracht, wo sie bis heute im kostbaren Dreikönigsschrein ruhen. Im Gedenken an die Anbetung der Weisen ziehen mindestens seit dem Spätmittelalter als Könige verkleidete Jugendliche durch die Ortschaften, um mit gesegneter Kreide, Weihrauch und Weihwasser die Wohnungen zu segnen.

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)