Besucher Zähler

16874618
Seit 2011
16874618

1 Joh 2, 22-28; Joh 1, 19-28

Hl. Johannes d. Täufer von Baciccio, c.1690

1. Jesus bekannt machen. In den nächsten Tagen spricht die Schrift von Johannes dem Täufer. Sie führt hin zum Fest der Epiphanie, wo wir die Erscheinung des Herrn in der Welt feiern. Die Tradition hat verschiedene ähnliche Begebenheiten mit der Epiphanie verbunden. Obwohl die Ankunft der Magier in Bethlehem die erste davon ist, ist auch die Taufe Jesu im Jordan ein Schlüsselereignis in der Offenbarung – der Epiphanie – des Auftrags und der göttlichen Natur Jesu. Und obgleich die Taufe des Herrn erst eine Woche nach der Epiphanie als eigenes Fest gefeiert wird, haben beide Ereignisse einen gemeinsamen Nenner: Sie machen die Wahrheit über Jesus bekannt. Eine erste Frage, die wir uns stellen müssen ist diese: Was tue ich, ein gläubiger Christ, um anderen die Wahrheit über Jesus bekannt zu machen?

2. Die Macht der Demut. In diesem Evangelium zeigt Johannes der Täufer die notwendige Grundhaltung, um Christus bekannt zu machen: Demut. Er könnte sich als Messias, als Christus feiern lassen. Natürlich würde die Täuschung irgendwann offenbar werden, aber eine Zeitlang hätte er ganz Israel zu seinen Füßen haben können. Allzu oft erliegen heutzutage Menschen der Versuchung und manipulieren ihre Grundsätze, um kurzfristig Ruhm und Macht zu erlangen – man denke an die Manager, die die Profite ihrer Firma aufblähen oder Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse frisieren. Ihr unvermeidlicher Absturz ist tragisch. Johannes der Täufer weiß, dass er nur dadurch Gott dienen und seinen Auftrag erfüllen kann, indem er Gott allein die Ehre gibt und nicht sich selbst, und niemals vorgibt mehr zu sein als er ist. Auch wir können nur dann als wahre Christen leben und Jesus für andere sichtbar machen, wenn wir unseren eigenen Stolz und unsere Eitelkeit überwinden.

3. Die Liebe leben. Was die Botschaft Johannes des Täufers wirklich bedeutsam macht, ist dass er diese Botschaft nicht nur verkündet, sondern dass er sie selbst verkörpert. Er sagt, tut Buße, und tut es selbst zuerst, indem er in die Wüste geht und ein asketisches Leben führt. Er tauft mit Wasser, taucht aber zuerst selbst hinein. Wenn wir Jesus für andere sichtbar machen wollen, müssen wir ihn zuerst selbst kennen. Wir können die Kernaussage des Evangeliums, die Botschaft der Liebe, nicht verkünden, wenn wir die Liebe in unserem Alltag nicht selbst leben. Wir können nicht andere kritisieren und verurteilen und immer nach dem „Superstar“ Ausschau halten (der wir selbst sein wollen) und dabei hoffen, ein erfolgreicher Apostel Christi zu sein. Wenn wir aber mit Gottes Hilfe unser Bestes tun, um die Liebe zu leben, brauchen wir kaum Worte. Unser Beispiel allein wird das Leben der Menschen verändern.

Von Matthew Green

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

________________

 

"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

________________

 

"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

________________

 

„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

________________

 

"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)