Besucher Zähler

16903043
Seit 2011
16903043

Lukas 19:1-10

1. Jesus sucht Zachäus, nicht umgekehrt. Zachäus ist ein reicher Mann. Nicht nur ein Zöllner, sondern der oberste Zollpächter. Doch er muss von kleiner Statur gewesen sein, wenn die Menschenmenge ihm die Sicht versperrte. Oder vielleicht wollen die Mitmenschen diesen Zöllner auch einfach nicht unter sich haben, er steht also außen vor. Aber schon seitdem Jesus Jericho betritt, denkt er an Zachäus, wünscht er, ihn zu treffen. Nicht weil dieser Zöllner irgendein Anrecht auf Jesus hätte, nicht wegen seines Reichtums – sondern einfach, weil Jesus ihn liebt und treffen will. Und wenn er das damals bei Zöllnern tat, wie oft wird er sich dann heute auf die Suche nach mir begeben?

2. Zachäus nimmt Jesus freudig auf. Was bedeutet das genau? Natürlich erstmal, dass Zachäus Jesus willkommen heißt. Dass er gutes Essen auftischen lässt – mit viel gutem Wein. Dass hier ein Fest ausgerufen wird, dass er seine Freunde dazu einlädt, ganz spontan. Aber es bedeutet auch, dass er sein Herz für Jesus öffnet und ihm zuhören will. Außerdem merkt Zachäus schnell, in welch brenzlige Situation sich Jesus mit seinem Besuch gebracht hat. Wie die öffentliche Meinung kippt. Während anfangs noch alle Menschen zu Jesus strömten, gehen sie nun auf Distanz. Daher weiß Zachäus den Besuch noch mehr zu schätzen. Die Selbstlosigkeit Jesu, der bereit ist, jedes Risiko einzugehen, nur um mit dem Zöllner zu sprechen – die überzeugt ihn. „Hier bin ich. Jesus, was kann ich für dich tun?“

3. Das Ende der Mathematik. Die Reaktion von Zachäus folgt prompt. Er hat Jesu Beispiel gesehen und genau verstanden. Jetzt sieht er auch sein eigenes Leben, sieht wie er gelebt hat und wie er hätte leben sollen. Zachäus will die Konsequenzen ziehen: Hier und Jetzt. Er bietet Jesus an, Wiedergutmachung zu leisten – und zwar fast schon grenzenlos. Es ist wohl nicht davon auszugehen, dass er nur 1/8 seines Vermögens durch Betrug erlangt hat. Wenn es nämlich mehr wäre, würde er nach seinem Versprechen nun in jedem Fall ganz ohne Geld dastehen. Nach so vielen Jahren am Zoll scheint für Zachäus die Zeit der Mathematik, der Hälfte und des Vierfachen zu Ende zu gehen. Er möchte ein neues Leben beginnen: Neu und mit Jesus. Aus diesem Grund antwortet Jesus: „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden“.

Von Br. Mariano Ballestrem

 

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

________________

 

"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

________________

 

"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

________________

 

„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

________________

 

"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)