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Eph 2, 19-22; Joh 20, 24-29

1. Der Zweifel. Betrachten wir Thomas. Was passiert in ihm? Er war nicht da, als die anderen Jünger dem Herrn begegneten. Die Gründe hierfür kennen wir nicht, doch hören wir, dass er an dem zweifelt, was die anderen Jünger ihm zu berichten haben. Es übersteigt seine Vorstellungskraft, passt in kein Schema. Er kennt Jesus persönlich, doch das, was die Jünger ihm hier erzählen, ist einfach zu viel für ihn.Das kann uns auch passieren. Es gibt Momente im Leben, in denen wir nicht verstehen, warum Gott auf diese oder jene Art und Weise handelt, warum er ein Unheil, eine Krankheit oder ein Leid zugelassen hat. Wir können es ruhig aussprechen, vor den Herrn tragen: „Herr, ich kann das nicht verstehen, ich möchte Glauben, hilf meinem Unglauben!“Schauen wir auf unser Leben und suchen wir nach Augenblicken, in denen wir den Herrn nicht verstehen, und bitten wir ihn um die Gnade des Glaubens.

2. Jesus ist bei uns, auch in Momenten der Schwäche und des Unglaubens. Jesus ist einfach großartig. Denn er holt uns immer dort ab, wo wir gerade stehen. Er kennt den heiligen Thomas und hat ihm zugehört, er ist immer bei ihm gewesen, auch im Moment seines Zweifelns. Jesus steht immer an unserer Seite und das Evangelium spricht davon in ganz eindrucksvoller Weise. Denn der Herr begegnet Thomas nicht nur mit ganz viel Feingefühl, sondern er zeigt ihm auch, dass er die ganze Zeit bei ihm gewesen ist, denn er kennt den Zweifel, das Anliegen des Thomas. Er bleibt bei ihm und wirbt um den Glauben des Thomas, geht einen großen Schritt auf Thomas zu.Halten wir einen Moment der Stille und hören wir auf den Herrn. Lassen wir zu, dass er uns dort abholt, wo wir gerade stehen.

3. Das Geschenk des Glaubens. Der Glaube ist und bleibt ein Geschenk. Jesus schenkt Thomas den Glauben, er gewährt ihm eine übergroße Gnade - Thomas darf den Herrn berühren. Es ist nun Aufgabe des Thomas, dieses Geschenk anzunehmen, das heißt sich dem Herrn zu nähern und ihn zu berühren. Und dieser Schritt des Thomas ist ein großer Schritt der Demut: Er will der Wahrheit in die Augen sehen und sagt mit seinem Tun: „Herr ich habe mich geirrt, es ist so, wie die anderen gesagt haben.“ Durch diesen Akt der Demut kann es dann zum größten Christus-Bekenntnis des Evangeliums kommen: „Mein Herr und mein Gott.“Es liegt also zu einem gewissen Teil auch an uns. Der Herr beugt sich zu uns herab, er holt uns ab, wo wir sind, und möchte uns den Glauben schenken. Danken wir dem Herrn für dieses übergroße Geschenk. Der beste Dank besteht darin, einen Schritt auf ihn zu zu machen.

Von Br. Jonathan Fuhr

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)