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Liturgisches

Freitag der 11. Woche im Jahreskreis

Mt 6,19–23

1. Wovon lasse ich mich prägen? Wenn ich morgens mit der S-Bahn zur Arbeit fahre, fällt mir immer wieder auf, wie viele Leute Bücher lesen, deren Titel um Leichen, Vampire und Friedhöfe kreisen. Ich frage mich dann immer: Welchen Einfluss hat es auf meine Seele, wenn ich mich mit sowas „füttere“? Keinen? Wohl kaum. Während bei Lebensmitteln sofort Panik ausbricht, wenn 1 Mikrogramm Schadstoff irgendwo gefunden wird, führen sich viele Menschen ohne Bedenken geistige Schadstoffe in hoher Dosierung zu. Worüber denke ich nach? Was schaue ich an? Wovon lasse ich mich prägen? Nach und nach werde ich zu dem, was ich betrachte. Hirnforscher können das bestätigen.

2. Wer ist mein Schatz? Wir haben ein Problem, das man in ärmeren Ländern nicht kennt: Wir besitzen viele Dinge, die wir durch Versicherungen schützen oder gar durch Alarmanlagen bewachen (müssen). „Ein gewisser Wohlstand ist notwendig für ein frommes Leben“, schreibt Thomas von Aquin. Ein Christ muss kein Armutsgelübde ablegen, und Arme sind nicht notwendigerweise die besseren Christen. Aber von wann ab wird etwas „mein Schatz“? Möbel, Kleider, Schmuck – alles dürfen wir nutzen und uns daran freuen – aber das Wichtigste in meinem Leben sollte nicht die Wohnungseinrichtung sein! Das alles sind Mittel, die wir soweit nutzen sollen, wie es uns hilft, zu Gott zu finden. Sie sind nicht das Ziel. Wenn die Motten sie fressen – was soll’s?

3. Was soll ich pflegen? Nur Christus ist mein wahrer Schatz! Er allein kann mich so erfüllen, wie alle Güter dieser Welt es nicht können. Wichtig ist aber, dass ich ein positives geistliches Leben führe, das heißt: dafür sorgen, dass Christus (das Licht) sich immer mehr in mir ausbreitet. Es geht nicht vorrangig um Fehlerbeseitigung und Vermeidung von Schlechtem. Denn wenn ich alles Unkraut beseitigt habe, aber keine Blumen im Garten stehen, wirkt das Ergebnis ziemlich öde. Konzentrieren wir uns also auf die „Blumenpflege“!

Von Beate Scheilen

 

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* Lebensform *

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)

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