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FAZIT

Eine große Herausforderung wartet auf uns während dieses 50-jährigen Jubiläums, nicht so sehr in den Veranstaltungen, die zu verwirklichen sind, als viel mehr in der geistlichen und apostolischen Erneuerung, die die ganze Unio erwartet.

Dies kann erreicht werden, wenn wir uns immer mehr danach sehnen, den wesentlichen Bestandteil von Pallottis Werk zu leben: die Liebe[1].

Die Liebe, verstanden als die Liebe Gottes, die sich in den Herzen verströmt, vorbehalten und bezeugt in der Liebe zu den Schwestern Brüdern, wäre die „Spiritualität“, das „Grundgesetz“, dass all jene inspiriert hätte, die Teil seiner Familie sind. Für den hl. Vinzenz musste alles auf sie hin gerichtet sein, um sie zu verwirklichen.

Schaut man auf sein Werk (in über 40 Ländern der fünf Kontinente verbreitet), das bis heute nach einem langen Weg über fast zwei Jahrhunderte verwirklicht wurde, sieht man, dass es viele Priester, Ordensleute und Laien einbezogen hat, unter denen das pallottinische Charisma eine radikale Liebe zu den Armen und Bedürftigen, ein großzügiges missionarisches Engagement „bis an die Enden der Erde“, reiche und erstaunliche Früchte der Heiligkeit bewirkt hat.

Das Leben der Kirche und der Welt können aber, wie es der hl. Vinzenz wollte, im Glauben und der Liebe durch Menschen (Ordensleute und Laien) wiederbelebt werden, die seine Geisteserfahrung in der Bekehrung und dem christlichen Leben gemeinsam wieder durchlaufen.

Vereint, in Gemeinschaft zu sein, ist ein „Mehr“, zu dem wir aufgrund der Teilhabe am pallottinischen Charisma im Hinblick auf unser individuelles Leben herausgefordert sind, und im Laufe dieses Jahres wird uns die Gelegenheit geboten, es mit mehr Schwung, mit mehr Hartnäckigkeit zu leben.

Dieses „Mehr“, diese Communio lässt sich in uns nur durch eine besondere Disposition verwirklichen, die die wesentliche Bedingung ist: gerade diese Wesensgrundlage zu leben, die der hl. Vinzenz für die Union wollte: die Liebe, die im Gebot Jesu zum Ausdruck kommt „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Und in der Liebe können wir uns alle – egal, wo wir herstammen – immer wie zu Hause fühlen, weshalb wir alle immer mit dem Vertrauen leben können, auf dem Weg des hl. Vinzenz zu gehen, so wie er gelebt hat.

Rom, November 2011

Das Komitee

„die feiernde Pallottinische Familie“

 


[1] Vgl. Art. 17 §1 des Generalstatuts der Vereinigung des Katholischen Apostolates, Rom 2008

Foto von Sr. Miriam Studzińska SAC

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