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SCHLUSSBOTSCHAFT

des Jahrestreffens des General-Koordinationsrates

der Vereinigung des Katholischen Apostolates - UAC

  1. – 24. September 2021

 Liebe Schwestern und Brüder,

Grüße vom General-Koordinationsrat der Vereinigung des Katholischen Apostolates, der zur Jahrestagung versammelt ist, an alle Gemeinschaften, an alle Mitglieder und Ihre Familien. Auch in diesem Jahr mussten wir wegen der Pandemie online tagen und arbeiten.

Die Sitzung wurde von der Präsidentin der Vereinigung, Dr. Donatella Acerbi, eröffnet. In ihrem Bericht sprach sie unter anderem über das vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben am 16. September 2021 organisierte Treffen, an dem sie zusammen mit P. Roque Gonsalves, dem Generalsekretär der Vereinigung, teilnahm. Sie teilte die Gedanken von Papst Franziskus mit, die auch unsere pallottinische Familie betreffen und uns auf unserem Weg ermutigen:

"Das Charisma, dem wir angehören, muss zum Guten vertieft werden, indem wir immer wieder gemeinsam darüber nachdenken, wie es in den neuen Situationen, in denen wir leben, verkörpert werden kann. Dies erfordert von uns eine große Fügsamkeit, eine große Demut, um unsere Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir überholte Handlungs- und Denkweisen oder Methoden des Apostolats, die nicht mehr wirksam sind, oder Formen der Organisation des inneren Lebens, die sich als unzureichend oder sogar schädlich erwiesen haben, ändern müssen...".

(Ansprache von Papst Franziskus an die Teilnehmer des Treffens der Vereinigungen von Gläubigen, kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften, 16. September 2021)

Als wir die verschiedenen Berichte der Mitglieder des General-Koordinationsrates hörten, waren wir erfreut zu erfahren, wie viel die Mitglieder der Nationalen und der Lokalen Koordinationsräte getan haben, um Menschen in Not während der Pandemie zu helfen. In dieser Zeit sind wir aufgerufen, neue Wege zu finden, um allen Menschen in ihren konkreten Situationen nahe zu sein, den Glauben zu beleben und die Nächstenliebe neu zu entfachen, indem wir ihnen unser Charisma leben und ihnen so Christus nahe bringen. Wir möchten allen unseren aufrichtigen Dank aussprechen und sie bitten, ihre gute Arbeit fortzusetzen.

Die Berichte der Mitglieder haben auch gezeigt, dass es dringend notwendig ist, unsere apostolischen Bemühungen darauf zu richten, junge und neue Menschen für den Beitritt zur Vereinigung zu gewinnen, je nach ihrer Verfügbarkeit und Berufung. Wir brauchen neue Ideen, brauchen neue Kräfte, um die Sendung der Vereinigung mit Leidenschaft weiterführen zu können. Wir spüren auch, wie sehr es notwendig ist, dass wir uns immer neu zu bemühen, unser Charisma besser kennenzulernen, aus unserer Spiritualität zu leben und unser missionarisches Engagement zu intensivieren, immer in Gemeinschaft mit den Mitgliedern der gesamten pallottinischen Familie.

Unser Generalstatut betont, Leben und Apostolat der Vereinigung verlangen eine gediegene Aus- und Weiterbildung aller Mitglieder, da diese an der Sendung Jesu in Kirche und Welt teilhaben. Ein herzliches Dankeschön sei den Nationalen und den Lokalen Koordinationsräten gesagt, die sich für die Formation der Mitglieder einsetzen.

Als internationale öffentliche Vereinigung der Gläubigen hat die Vereinigung des Katholischen Apostolates eine Einladung von Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär der Bischofssynode, erhalten, am Konsultationsprozess in Vorbereitung auf die nächste Bischofssynode im Jahr 2023 teilzunehmen und dazu einen Beitrag zu leisten. Die Synode wird sich mit dem Thema "Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe, Mission".

Als Kontaktpersonen wurden unsererseits P. Derry Murphy, Irland, und Frau Maria Domke, Kanada, benannt und vom Generalsekretariat der Synode akzeptiert. In Kürze werden wir Ihnen schreiben und versuchen, Anregungen und Ideen vorzuschlagen, wie wir den synodalen Weg in unseren Nationalen und Lokalen Koordinationsräten, mit unseren Gemeinschaften und Gruppen leben und gestalten können.

Dr. Donatella Acerbi, die Präsidentin der Vereinigung, und P. Jacob Nampudakam, der kirchliche Assistent der Vereinigung, brachten in ihren Berichten die große Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck, die die pallottinische Familie für zwei kürzlich verstorbene Mitglieder empfindet: für P. Hubert Socha, Professor für Kirchenrecht, aus der deutsch-österreichischen Herz-Jesu-Provinz der SAC, und für Bischof Henryk Hoser aus Polen, viele Jahre Missionar in Ruanda und dann vielerorts als Bischof unermüdlich für die Kirche tätig. Ihr großer Einsatz und Beitrag zum Leben der Vereinigung war getragen von ihrer Liebe zu Pallotti und seiner Gründung. Es ist ein schmerzlicher Verlust nicht nur für uns, sondern für viele Menschen und Gemeinschaften in der Kirche.

Schließlich wurde in der Sitzung wegen des Coronavirus beschlossen, die ordentliche Generalversammlung, die alle drei Jahre stattfinden soll, zu verschieben, um die physische Anwesenheit der Delegierten zu ermöglichen. Als neuer Termin ist die Zeit vom 13. bis 20. März 2022 vorgesehen.

 

Im Gebet verbunden grüßen Sie

 

die Mitglieder des General-Koordinationsrates

 

  1. September 2021

 

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)